Ganztagesbetreuung an Brennpunkt-Grundschulen ist ein guter Ansatz

  
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Die Idee der Ganztagespflicht an Brennpunkt-Grundschulen ist gut, meint unsere Autorin. Doch noch sind fast alle Fragen ungeklärt.

Das Startchancen-Programm an Brennpunkt-Grundschule ist ein guter Ansatz.
Das Startchancen-Programm an Brennpunkt-Grundschule ist ein guter Ansatz.  Foto: Marijan Murat

Es ist keine neue Erkenntnis: Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern haben schlechtere Bildungschancen. Deshalb sind die Forderungen und die Förderungen nach verpflichtenden Kindergartenjahren, nach früher Sprachförderung und nach Ganztagesschule keine neuen Erfindungen, um ein lange bekanntes Problem zu lösen. Neu ist höchstens, dass nun vonBund und Land 1,3 Milliarden Euro für das sogenannte Startchancen-Programm zur Verfügung gestellt werden.

Doch die Euphorie erfährt schnell Dämpfer: Geld allein hilft nicht. Das ist traurige Wahrheit. Denn welche Lehrer sollen mit diesem nun zur Verfügung stehenden Geld bezahlt werden? Wo kommen so rasch die für zusätzliche Betreuung notwendigen Schulräume her?

Fehlendes Personal, wenige Räume: Das sind die Probleme mit Ganztagesunterricht

Schon jetzt gibt es in der Region Schulen, die den Ganztagesunterricht nicht mehr leisten können, weil Lehrpersonal und auch Räume fehlen. Und auch die Kommunen, die in Hohenlohe beispielsweise bereits Aufgaben des Landes beim Integrationsmanagement übernommen haben, werden genau hinsehen, welche Aufgaben des Landes nun zu ihnen verlagert werden. Denn während Unterricht eine Sache der Lehrer und damit des Landes ist, sorgen für die reine Betreuung die Städte und Gemeinden.

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