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Bildung in Heilbronn und Hohenlohe

Ganztagespflicht an Brennpunkt-Grundschule: So wird das Konzept umgesetzt

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Startchancen-Schulen in der Region Heilbronn-Hohenlohe werden nicht automatisch ab nächstem Schuljahr mehr Unterricht haben. Was über den Zeitplan bekannt ist.

In der Region Heilbronn-Hohenlohe soll an einigen Grundschulen eine Ganztagesbetreuung eingerichtet werden.
In der Region Heilbronn-Hohenlohe soll an einigen Grundschulen eine Ganztagesbetreuung eingerichtet werden.  Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Gleiche Bildungschancen für alle Kinder. Das ist das Ziel. Ein Schritt, der dort hinführen soll, sind verbindliche Ganztagesgrundschulen in sogenannten sozialen Brennpunkten. Das Kultusministerium prüft aktuell, wie die 153 Grundschulen, die vom nächsten Schuljahr an von der neuartigen Startchancen-Förderung für soziale Brennpunkte profitieren, in verbindliche Ganztagesgrundschulen umgewandelt werden können.

Konkrete Angaben zum Zeitpunkt der Umsetzung gibt es noch nicht. So soll geklärt werden, ob dazu eine Änderung des Schulgesetzes notwendig ist, oder ob das mit einer Verordnung auf den Weg gebracht werden kann.

Ganztagesbetreuung für Kinder in sozialen Brennpunkten: Diese Schulen sollen in Heilbronn-Hohenlohe umgestaltet werden

Nach dem Paket zur Sprachförderung in Kitas und Grundschulen, dessen Finanzierung im nächsten Doppelhaushalt die Koalition bereits vereinbart hat, ist die Ausweitung der Ganztagsangebote an Grundschulen das zweite Element aus dem Bildungsreformpaket, das Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) im Mai vorgestellt hat.


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Unter den genannten Grundschulen sind eine ganze Reihe aus der Region, allein zehn aus der Stadt Heilbronn sowie zwei Sonderpädagogische Bildungszentren, aber auch die Amorbach-Grundschule in Neckarsulm und die Birkenbachschule in Kirchardt sind mit dabei sowie in Hohenlohe die Grundschule Taläcker in Künzelsau. Was den Zeitpunkt der Umwandlung betrifft, gibt sich das Kultusministerium auf Stimme-Anfrage noch bedeckt. "Die Umwandlung in rhythmisierte verbindliche Ganztagsschulen wird attraktiver gestaltet und für die Kommunen erleichtert", teilt der stellvertretende Pressesprecher Fabian Schmidt schriftlich mit.

Startchancen-Förderung an Grundschulen: Noch viele Fragen offen

Bis dahin seien noch "pädagogische, rechtliche, organisatorische und finanzielle Fragen zu klären". Dabei geht es auch um die Kooperation mit den Schulträgern. Schmidt: "Diesen Weg loten wir nun aus, dies gilt auch für einen konkreten Zeitplan. Das heißt auch, dass die Startchancen-Grundschulen nicht automatisch zum Schuljahr 2024/2025 auch Ganztagsgrundschulen werden."

Während die Sprachförderung mit Geld bereits im Haushalt des Landes hinterlegt ist, wird bei der Ganztagesgrundschule noch um die Frage gerungen, wer für die Kosten aufkommt: Es gilt im Allgemeinen, wer bestellt, der bezahlt, also das sogenannte Konnexitätsprinzip. Schulträger der Grundschulen sind die Städte und Kommunen.

Grundschulen mit Ganztagesbetreuung: Schulämter reden mit

Der Städtetag betont, dass laut Schulgesetz die Entscheidungshoheit über die Einrichtung von Ganztagsschulen bei den kommunalen Schulträgern liegt. "Die Rechtsgrundlage für eine automatische Umwandlung von Startchancen-Grundschulen in verbindliche Ganztagsgrundschulen fehlt also", heißt es in einem Info-Brief des Verbands an seine Mitgliedsstädte. "So etwas an den Kommunen vorbei zu bestimmen, wäre auch kontraproduktiv, weil ohne die Kommunen nicht umsetzbar."

Gespannt wartet man in den Schulen und Rathäusern in der Region auf nähere Infos. Die Kinder bräuchten ausreichend Raum, die Schulen das nötige Personal, wird betont. Es fließen bis 2034 je 1,2 Milliarden Euro in die 540 baden-württembergischen Teilnehmer-Schulen.

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