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Ein Windpark in Massenbach: Suche nach Kompromiss

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Auf Flächen der Waldstiftung sollen bei Massenbach neun Windräder gebaut werden. Die Stiftung sieht sich im Zwiespalt. Auf der Suche nach einem Kompromiss für die Windkraft.

Geplant sind neun Windräder auf der Fläche.
Geplant sind neun Windräder auf der Fläche.  Foto: Mario Berger (großes Foto), HSt-Grafik (kleines Foto)

"Wir tragen Verantwortung, unseren Beitrag zur Energiewende zu leisten", sagte Schwaigerns Bürgermeisterin Sabine Rotermund im Rahmen einer Sondersitzung des Gemeinderates. Ein wesentlicher Grund für die Zusatzsitzung ist das Projekt, das Oliver Renaud an jenem Abend in der Frizhalle vorstellte.

Das Vorhaben nennt sich "Windpark Massenbach", und Renaud ist Geschäftsführer des Projektträgers Enerkraft GmbH mit Sitz in Erlenbach. Geplant ist, auf Flächen der Massenbachschen Waldstiftung im Schwaigerner Stadtteil Massenbach neun Windräder zu errichten. Sieben davon sollen in den Waldgebieten Taschenwald und Stöckach stehen, die zwei weiteren in der Fläche, in der Nähe einer von privat gewünschten 39 Hektar großen Potenzialfläche für eine PV-Anlage. Die Anlagen haben eine Nabenhöhe von 179 Meter und einen Rotordurchmesser von 175 Meter. Jede Anlage verfügt über eine Leistung von 7,2 Megawatt.


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Für die SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Vollmer sind die geplanten neun Windräder zu viel in Relation zu den fünf, die in der Nachbarschaft in Heilbronn-Kirchhausen vorgesehen sind: "Die Bürger wollen, dass die Lasten fairer verteilt werden", und richtete sich mit einem Appell an den Vorsitzenden der Waldstiftung, Stephan von Massenbach. Er erklärte, man befinde sich in einem Zwiespalt, sehe sich mit der Realität konfrontiert, dass man etwas tun müsse und resümierte: "Wir sitzen lieber mit im Boot als nur zuzuschauen." Wichtig sei dem Stiftungsrat, dass die Partner - wie Enerkraft - aus der Region kommen und dass auch die Bürger davon profitieren sollen.

Suche nach Kompromiss für Windenergieanlage in Massenbachhausen

Die beiden Vorhaben sind jedoch noch zu nah beieinander, Mindestabstände werden nicht eingehalten. Ein Kompromiss könnte darin bestehen, dass sowohl Heilbronn als auch Enerkraft auf jeweils eine Windenergieanlage verzichtet. "Wir sind in Gesprächen und versuchen, einen Ausgleich zwischen allen Interessen zu finden", sagte Stephan von Massenbach anschließend gegenüber der Heilbronner Stimme.

Für Regina Jürgens (LGU) ist die Windkraft im Wald das kleinere Übel: "Wenn wir Wald schützen wollen, brauchen wir Windkraft so schnell wie möglich. Wenn wir aber aus dem Wald in die Fläche gehen, nehmen wir der Landwirtschaft Flächen weg." Am Montag, 27. November, findet eine öffentliche Infoveranstaltung in der Mehrzweckhalle Massenbach statt.

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