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Großes Themenangebot auf der Gartenschau in Eppingen: Von Sternenwarte bis Finanzamt

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Im Treffpunkt Baden-Württemberg laufen Ausstellungen und Veranstaltungen zu unterschiedlichsten Themen. Der Gepardenmann Matto Barfuss, Tierfilmer, Künstler und UN-Botschafter für biologische Vielfalt, ist am 1. Oktober Gast.

Yasemin Dikmen (links) und Elif Sarac, Schülerinnen der Gemminger Gemeinschaftsschule, erläutern im Treffpunkt Baden-Württemberg ihr Pflanzprojekt.
Foto: Andreas Veigel
Yasemin Dikmen (links) und Elif Sarac, Schülerinnen der Gemminger Gemeinschaftsschule, erläutern im Treffpunkt Baden-Württemberg ihr Pflanzprojekt. Foto: Andreas Veigel  Foto: Veigel, Andreas

Sabine Schanz-Kollmar könnte von Beruf Artistin sein. Sie ist eigentlich Architektin, seit 2020 aber Leiterin des Treffpunkts Baden-Württemberg, der offiziellen Vertretung der Landesregierung auf einer Gartenschau. Dort jongliert sie mit Hunderten von Terminen, mit Ausstellungseröffnungen und Konzerten, mit Vorträgen drinnen und mit Aktionstagen draußen.

Doch damit nicht genug: Bis Oktober pendelt sie zwischen der Landesgartenschau in Neuenburg am Rhein, die seit 22. April läuft, und der Gartenschau in Eppingen hin und her. Hier der Kraichgau, dort das Markgräflerland: "Es ist alles so geplant, dass das klappt", sagt Schanz-Kollmar. Wichtig sei nur, dass man ein gutes Team habe. "Und in Eppingen werden wir wunderbar durch das Gartenschau-Team unterstützt."


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Ausstellungen im historischen Gebäude

In der Fachwerkstadt ist der Treffpunkt Baden-Württemberg im Bürgerhaus "Zum Schwanen" untergebracht. Schanz-Kollmar ist begeistert von der hochwertigen Sanierung des historischen Gebäudes. Im Erdgeschoss und unterm Dach werden dort an 136 Gartenschautagen Ausstellungen zu sehen sein. Seit Montag präsentieren sich die SBBZ Kraichgauschule aus Eppingen, die Albert-Schweitzer-Schule aus Bad Rappenau, die Wolf-von-Gemmingen-Schule aus Gemmingen, die Kaywaldschule aus Lauffen und die Schule am Steinhaus aus Besigheim im Treffpunkt.

Was auf der Bühne alles geboten wird

Auf der kleinen Bühne im Biergarten finden sonntags regelmäßige Konzerte statt. Mit überwiegend kleinen Ensembles - von Berta Epple am 19. Juni über das Huub Dutch Duo am 31. Juli, die Twiolins am 14. August bis hin zu der Formation Sedaa am 11. September - seien die Aufführungen ein "Spiegel der baden-württembergischen Kulturszene", betont Schanz-Kollmar.


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Tiefer Einblick in verschiedene Themen - von Finanzamt bis Sternenwarte

Der Gepardenmann Matto Barfuss, Tierfilmer, Künstler und UN-Botschafter für biologische Vielfalt, ist am 1. Oktober Gast im Treffpunkt Baden-Württemberg. Das Denkmalamt führt von dort aus durch die Fachwerkstadt. Justizanstalten bringen Produkte, zum Beispiel Gartenmöbel, mit, die von Insassen hergestellt wurden - und informieren über den Alltag hinter Mauern: "Die Menschen erhalten so einen tieferen Einblick in die Themen", sagt Schanz-Kollmar.

Sabine Schanz-Kollmar freut sich auf 136 Tage Treffpunkt.
Foto: Plapp-Schirmer
Sabine Schanz-Kollmar freut sich auf 136 Tage Treffpunkt. Foto: Plapp-Schirmer  Foto: Plapp-Schirmer, Ulrike

Logistisch ein solches Programm auf die Beine zu stellen, sei nicht ganz einfach, ergänzt sie. Doch seit die Gartenschau gut angelaufen und die erste Vernissage schon wieder vorbei ist, schaut sie entspannter auf das, was noch kommt. Acht Personen kümmern sich im Treffpunkt Baden-Württemberg über den ganzen Zeitraum hinweg um den geordneten Ablauf.

Es lohne sich, regelmäßig dort vorbeizukommen, sagt die Leiterin: egal, ob Wissenschaftler der Sternwarte Bochum vor Ort sind, das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg Menschen vorstellt, die die Energiewende aktiv mitgestalten, das Finanzamt Fragen beantwortet, die Bodensee-Wasserversorgung über ihr Tun informiert oder eine Ausstellung die Ideen der Weltreligionen aufgreift.

Wer am meisten vom Programm profitiert

Die Themen werden von den Ministerien oder deren nachgeordneten Dienststellen, von den Regierungspräsidien oder von Verbänden vorgeschlagen. Stets werden aktuelle Themen aufbereitet. "Dauerkartenbesitzer profitieren am meisten von so einem Programm", sagt Schanz-Kollmar.

Im Treffpunkt Baden-Württemberg informiert das Land letztlich über seine Arbeit: "Das Schöne ist, dass die Besucher auf ihrer Tour durch die Gartenschau zufällig vorbeikommen", sagt Sabine Schanz-Kollmar. Und zufällig werden sie dort mit unterschiedlichsten Themen konfrontiert. Durch die vielen Informationen, die hier 136 Tage lang fließen, hofft die Leiterin, "dass die Leute hinterher einen anderen Blick haben."

 
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