Gartenschau Eppingen besteht erste Belastungsprobe
Die Serviceeinrichtungen der Gartenschau halten dem Andrang des Eröffnungs-Wochenendes stand. Ein Serverausfall sorgte am ersten Tag für Probleme mit der Dauerkarte. Mehr Hinweisschilder für WCs werden gewünscht.

Unweit des Auftaktplatzes kreuzen drei mit Werkzeugen ausgestattete Herren den Weg. Dieter Antritter trägt ein Brett über der Schulter, Paul Kaufmann zieht einen rollenden Werkzeugkoffer hinter sich her. In der Mitte Reiner Bucher, Chef des Geländeteams.
"Wir mussten im Weiherpark eben Glasscherben beseitigen", berichtet Bucher. dort sei zuvor eine Flasche zu Boden gegangen. Mitglieder des Geländeteams hatten auch die Sonnenschirme gewechselt, die beim Durchzug einer Unwetterzelle Freitagabend in Mitleidenschaft gezogen worden waren.
Parkplätze, Essenversorgung, Barrierefreiheit, Geländepflege: Die Service-Infrastruktur auf der Gartenschau hat sich in den ersten Tagen bewährt. Ausnahme war lediglich der Ausfall eines Ticketservers am Eröffnungstag. Dies hatte zur Folge, dass Nutzer von Dauerkarten mit ihrem Ausweis nicht, wie eigentlich vorgesehen, beliebig oft das Gelände verlassen und wieder betreten konnten. Das Problem war am zweiten Tag behoben.
Wie das Gastronomenteam auf die Wünsche der Kunden reagiert
"Unsere Verpflegungspunkte werden gut angenommen", freut sich Umberto Scuccia, einer der drei Gastronomen der Regionalen Genussmeile. Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts betreibt auf dem Gelände das große Essenszelt, die Imbisse an der Hauptbühne und an der Seeterrasse sowie den Biergarten am Schwanen.

Nach dem ersten Wochenende wollen die Gastronomen - dazu gehören auch Marcel Küffner und Otto Gollerthan - auswerten, welche Speisen und Getränke am meisten gekauften wurden. "Wir reagieren dann und gucken, was wir ergänzen", so Scuccia. Dass das Haupt-Essenszelt während der ersten drei Tage so gut wie leer blieb, ficht den Scuccia nicht an: "Bei schönem Wetter sitzen die Leute draußen, das Zelt ist die Schlechtwettervariante."
Rollstuhlfahrer haben nur wenig zu bemängeln. Am Eingang Süd befinde sich eine kleine Kante, die zu umfahren sei, bemerkt Sandro Herbich. Während die befestigten Wege, etwa die Altstadtpromenade, ein gutes Vorwärtskommen ermöglichen, seien die mit feinem Kies bedeckten Nebenwege etwas schwerer mit den Rollstuhlreifen zu meistern, findet der Rollstuhlnutzer. "Der Kiesgrund benötigt ein bisschen mehr Kraft, um den Rolli zu schieben", bestätigt Begleiterin Melanie Seidensticker.

Marianne Boscheinen aus Pforzheim benutzt auch einen Rollstuhl zur Fortbewegung. Gemeinsam mit ihrem Mann Engelbert hat sie es sich nicht nehmen lassen, gleich am Anfang die Gartenschau in Eppingen in Augenschein zu nehmen. Die Ausstattung inklusive der Toiletten empfindet das Ehepaar als fast durchgängig barrierefrei. Auch die Übergänge zwischen den Bodenbelagsarten seien ausreichend sanft.
Wie die Parkplätze am Eröffnungs-Wochenende genutzt wurden
Auch für Eltern mit Kinderwagen ist die Gartenschau beinahe überall zugänglich. "Nur die Rasentrittsteine und die Wassernase kann ich mit dem Buggy nicht ansteuern", bemerkt Stadträtin Anna Mairhofer, während sie Sohn Leopold (1) vor sich herschiebt.

Eine bessere Ausschilderung der Toiletten wünscht sich Maria de Lucas, Koordinatorin der Schaugärten des Verbands der Garten- und Landschaftsgestalter. Besucher, die über die Gerüstbrücke vom Weiherpark in die Festwiesen strömen, würden häufig danach fragen. "Wir sind aufgrund unserer Lage die ersten Ansprechpartner."
Auf dem temporären Parkplatz am Ortseingang aus Richtung Richen ist die Zahl der Parkplätze nach der Erfahrung des ersten Wochenendes mehr als ausreichend dimensioniert. Am Samstag, einem besucherstarken Tag, waren weniger als 200 der 1200 Plätze belegt.





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