Buchungsprobleme auch für neue impfberechtigte Gruppen

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Nach wie vor läuft es bei der Buchung von Impfterminen nicht rund. Dass seit dieser Woche bestimmte Personengruppen im Alter von 18 bis 64 Jahren in Baden-Württemberg zusätzlich impfberechtigt sind, macht die Situation nicht weniger chaotisch.

Medizinisch Beschäftigte oder Menschen mit einer geistigen Behinderung im Alter von 18 bis 64 Jahren sind nun ebenfalls impfberechtigt.
Foto: Andreas Arnold/dpa
Medizinisch Beschäftigte oder Menschen mit einer geistigen Behinderung im Alter von 18 bis 64 Jahren sind nun ebenfalls impfberechtigt. Foto: Andreas Arnold/dpa  Foto: Andreas Arnold

So berichten Bürger, dass sie keinen eindeutigen Termin zugewiesen bekommen oder von Mitarbeitern der Impf-Hotline abgewiesen werden.  Das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg räumt Anlaufschwierigkeiten ein.

"Dass es immer noch vorkommt, dass pädagogisches Personal bei der Hotline abgewiesen wird, ist mehr als bedauerlich", erklärt Florian Mader, Pressereferent beim Sozialministerium. Die Callcenter-Mitarbeiter hätten am Montag die klare Ansage erhalten, neue Impftermine zu vergeben. "Bei 600 Mitarbeitenden kann es vorkommen, dass noch nicht jeder aktuell informiert ist." Die vielen erfolgreichen Terminbuchungen würden jedoch zeigen, dass das System "im Großen und Ganzen funktioniert".

Die Impfberechtigten zwischen 18 und 64 Jahren

Seit dem 22. Februar sind nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) bestimmte Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren in Baden-Württemberg aus der Gruppe 2 zusätzlich impfberechtigt. Dazu gehören medizinische Beschäftigte, Menschen mit einer geistigen Behinderung und auch pädagogisches Personal in Schulen und Kitas. Sie werden mit dem Impfstoff von Astrazeneca versorgt. Vor Ort in den Impfzentren ist eine Bescheinigung über das Arbeitsverhältnis und die Tätigkeit als Nachweis der Impfberechtigung vorzuzeigen. Vorlagen dafür gibt es auf der Homepage des Sozialministeriums.


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In Ilslfeld gibt es noch freie Termine, in Heilbronn sind sie bereits ausgebucht

Der Landkreis Heilbronn hat seine Kapazitäten im KIZ Ilsfeld erhöht: 2000 zusätzliche Termine mit dem Impfstoff des Herstellers Astrazeneca wurden für Impfberechtigte zur Verfügung gestellt. "In Ilsfeld gibt es am Samstag noch 20, am Sonntag 30 und am Montag 150 freie Termine", berichtet Manfred Körner, Sprecher vom Landratsamt Heilbronn. Zudem werden im März neue Termine sowohl für Biontech als auch Astrazeneca angeboten. In Heilbronn-Horkheim wird der Astrazeneca-Impfstoff donnerstags verimpft. Die 390 Termine für Donnerstag, 4. und 11. März, sind ausgebucht.

Buchung eines Termins

Die Terminvergabe für die Kreisimpfzentren und zentralen Impfzentren erfolgt landesweit über die Hotline 116117, über die Webseite www.impfterminservice.de oder die App 116117. Einwohner des Landkreises Heilbronn können auch einen Termin in den umliegenden KIZ bekommen. Das Sozialministerium empfiehlt allen, die mit dem Internet umgehen können, die Onlineplattform zu nutzen. So würden die Kapazitäten der Hotline für diejenigen frei bleiben, die online Schwierigkeiten haben.

Lehrer und Erzieher sind nur textlich noch nicht explizit aufgelistet, Terminbuchung ist trotzdem möglich

"Alle impfberechtigten Unter-65-Jährige können online einen Astrazeneca-Termin buchen“, so Florian Mader. Bei der Buchung sei zu beachten, dass Lehrer und Beschäftigte in Erziehungseinrichtungen noch nicht als impfberechtigte Gruppe ausgewiesen sind. „Wir hoffen, dass der Bund die textliche Änderung bald vornimmt.“ Die genannten Gruppen seien aber berechtigt, einen Termin zu vereinbaren. In einem Schreiben an alle Lehrer und Erzieher habe das Ministerium das Vorgehen erklärt. Auf der Online-Plattform bestätige man, dass die Personengruppe zutreffend ist, auch wenn Lehrer oder Erzieher nicht explizit aufgelistet sind. „Wenn man sein Alter eingibt, bekommt man Astrazeneca-Termine vorgeschlagen.“ Die tatsächliche Prüfung erfolgt in den Zentren.


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