Herabstufung der Plattenwald-Klinik? Sorge um die Struktur der SLK-Kliniken

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In einigen Wochen sollen konkrete Vorschläge zur Krankenhausreform vorliegen. Droht dem Plattenwald in Bad Friedrichshall eine Herabstufung? Der SLK-Betriebsrat moniert, er sei nicht an den Überlegungen zu den Auswirkungen der Krankenhausreform beteiligt.

Die Sorge, dass mit der Krankenhausreform von Karl Lauterbach dem Plattenwald in Bad Friedrichshall die Herabstufung droht, steht im Raum.
Die Sorge, dass mit der Krankenhausreform von Karl Lauterbach dem Plattenwald in Bad Friedrichshall die Herabstufung droht, steht im Raum.  Foto: Dennis Mugler

Bis Ende April will das Bundesgesundheitsministerium einen neuen Vorschlag zur Krankenhausreform vorlegen. Auf dessen Grundlage sollen die Länder abschätzen können, wie sich die Reform auf ihre Klinikstruktur auswirkt. Auch in der Region hat das Bangen über mögliche Konsequenzen begonnen. Standesorganisationen von Ärzten und Kliniken bringen sich mit Forderungen in Stellung. Zentral dabei: Die Frage nach der Finanzierung. Zunächst gehe es darum, die Krankenhäuser mit einem "Notpaket" zu stabilisieren, um die Reformagenda umsetzen zu können, heißt es auch von der SLK-Geschäftsführung.

Sorge, dass zu viele Klinikstandorte schließen müssen

Strukturell äußern einige in der Branche vor allem im Bezug auf das kleinere Allgemeinkrankenhaus, den Plattenwald in Bad Friedrichshall, Sorgen. Seitens der SLK-Geschäftsführung heißt es in einer Mitteilung eher vage, die Einteilung der Häuser in Versorgungslevel müsse "nachgeschärft" werden. "Bliebe es bei der bisherigen Zuordnung, würden zu viele Klinikstandorte schließen oder ihr Leistungsportfolio grundsätzlich umgestalten müssen, was den tatsächlichen vorhandenen Bedarfen vor Ort jedoch nicht gerecht werden würde."


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Regionale Doppelstrukturen im Visier

Deutlicher wird der SLK-Betriebsrat auf Anfrage unserer Redaktion. Andrea Großkopf, die stellvertretende Vorsitzende, bezeichnet die Herabstufung der Einrichtung in Bad Friedrichshall zum Grundversorgungs-Krankenhaus als "ein mögliches Szenario". Auch die Doppelvorhaltungen im SLK-Verbund in den Bereichen Kardiologie, Orthopädie, Gastroenterologie und Allgemeinchirurgie könnten zum Problem werden, fürchtet Großkopf. Karl Lauterbach hatte unter anderem angekündigt, mit der Reform regionale Doppelstrukturen angehen zu wollen. Es sei schwer vorstellbar, beispielsweise auf eine der beiden kardiologischen Abteilungen zu verzichten, sagt SLK-Betriebsratschef Jens Mohr dazu. "Die Auslastung an beiden Standorten ist immens hoch."

Betriebsrat rechnet nicht mit Auswirkungen für die Fachklinik Löwenstein

Mit gar keinen bis geringen Auswirkungen der Reform rechnen die beiden für den Gesundbrunnen in Heilbronn und die Fachklinik Löwenstein: "Die ist aufgrund ihres Status als Fachklinik wohl ziemlich sicher", so Mohr. Kritik äußern die Betriebsräte am internen Verfahren. Die Geschäftsführung mache sich offenbar "intensiv Gedanken" über mögliche Auswirkungen der Reform und habe die Ergebnisse auch schon dem Aufsichtsrat präsentiert, sagen beide. "Als SLK-Betriebsrat sind wir aber nicht in die Überlegungen eingebunden", so Andrea Großkopf.


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SLK-Geschäftsführung: Krankenhausplanung muss Ländersache bleiben

Die Geschäftsführung ihrerseits mahnt an, die strukturelle Krankenhausplanung müsse Sache der Länder bleiben. Die Anforderungen zwischen den Bundesländern würden sich zu stark unterscheiden, als dass sie von Berlin aus "gesamthaft zu planen" seien. Grundsätzlich stehe aber außer Frage, dass eine Reform dringend notwendig sei. "Das deutsche Gesundheitswesen muss sich verändern, um auch künftig eine gute Patientenversorgung gewährleisten zu können", heißt es in der Mitteilung. Das übergeordnete Interesse des SLK-Betriebsrats formuliert Jens Mohr: "Es ist wichtig, dass alle SLK-Standorte bleiben."

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