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Die Klinikreform wird schmerzhaft werden

  
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Auch in der Region herrscht Sorgen, vor allem um den zukünftigen Status des Plattenwalds. Doch so wie es ist, kann es nicht bleiben, schreibt unsere Autorin.

  

So wie es ist im deutschen Gesundheitswesen, kann es nicht bleiben. Allerorten, ob in den Kliniken oder im ambulanten Sektor der niedergelassenen Ärzte, treffen zu viele Bedarfe auf zu wenig Versorgung. Das hat vor allem zwei Ursachen: Die deutsche Gesellschaft altert und braucht immer mehr medizinische Leistungen, die zu wenige nachrückende Junge nicht liefern können. Gleichzeitig begünstigt das System immer noch, dass unnötige Gesundheitsleistungen in Anspruch genommen werden − via Notfallmedizin oder via Ärzte-Hopping für die Zweit- und Drittmeinung.

Mit der Krankenhausreform, sagt Minister Lauterbach, soll sich das ändern. Menschen überall im Land sollen weiter gut versorgt werden, aber auch bedarfsgerechter, also seltener in teuren Klinikstrukturen, häufiger im ambulanten Sektor, um Kosten und Personal zu sparen. Das Ziel ist gut, die Umsetzung wird zur Machtprobe für Lauterbach und seine Kommission werden. Denn natürlich werden manche verlieren, Landkreise Kliniken zum Beispiel und Ärzte ihren Chefarztposten, denn Doppelvorhaltungen sollen passé sein. Das wird an vielen Stellen schmerzhaft werden, womöglich auch in der Region, wo es Sorge um die künftige Rolle des Plattenwalds gibt. Doch fest steht: Um das System als Ganzes funktionsfähig zu halten, braucht es eine große Reform.


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