Stimme+
Obersulm/Löwenstein
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

80 Prozent des Wassers im Breitenauer See sind schon abgelassen

  
Erfolgreich kopiert!

Immer mehr Land in Sicht: Das Abfischen des Breitenauer Sees könnte nach Ostern beginnen. Statt Sumpfkrebsen kommt Müll aus dem Schlamm.

Der Steg der Segler ist zum Trockendock geworden. Bereits zwei Millionen Kubikmeter Wasser hat der Breitenauer See verloren.
Foto: Andreas Veigel
Der Steg der Segler ist zum Trockendock geworden. Bereits zwei Millionen Kubikmeter Wasser hat der Breitenauer See verloren. Foto: Andreas Veigel  Foto: Veigel, Andreas

"Wir liegen recht gut im Zeitplan", sagt Johannes Kübler. Nur noch 20 Prozent - rund 400.000 Kubikmeter - sind laut Betriebsleiter des Wasserverbands Sulm im Hochwasserrückhaltebecken. Das muss einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen und deshalb trocken gelegt werden. Die Wasserfläche ist seit 1. Dezember 2020 von 40 auf 15 Hektar geschrumpft, an der tiefsten Stelle sind es nur noch sechs Meter.

Tagesabfluss zum Teil erhöht

Trotz des vielen Regens floss mehr Wasser ab, als in den See gelangte. "Wir haben die Steuerungsstrategie geändert", sagt Kübler. In Absprache mit dem Fischereiverein Breitenauer See habe man den Abfluss von 17.000 Kubikmeter auf 20.000 bis 25.000 Kubikmeter an manchen Tagen erhöht. Nach Ostern könnte das Abfischen beginnen. Immer noch ist keiner der Roten Amerikanischen Sumpfkrebse an Land gekrabbelt. Kein einziger Schädling ist bislang am Amphibienschutzzaun eingesammelt worden.


Mehr zum Thema

Im schlammigen Grund mussten vor 25 Jahren die Helfer des Fischereivereins einen festen Stand suchen, um das Schleppnetz auszuwerfen. Foto: Archiv/Kugler
Stimme+
Obersulm/Löwenstein
Hinzugefügt. Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Was mit Fischen passiert, wenn der Breitenauer See abgelassen wird


Viele Flaschen kommen zum Vorschein

Nein, ein Schatz wurde noch nicht aus dem Schlamm geborgen. Natürlich Müll, aber darunter war nichts Besonderes. Das ist selbst für Kübler überraschend. Vor 25 Jahren kam zumindest ein Mofa ans Licht. Jede Menge Flaschen sammelten die Mitarbeiter des Wasserverbands und des Naherholungszweckverbands (NZV) am Ufer und dort, wo die Badeinseln sich befanden, ein. Flossen und Taucherbrillen, Paddel und einige Autoreifen, zählen Kübler und sein NZV-Kollege Dieter Sammet auf.

Auf gefährliches Terrain begeben sich diejenigen, die mit Metalldetektoren Schmuck, den Badende im Wasser verloren, aufspüren wollen. Den Dauerstau zu betreten, ist verboten. Man könnte im Schlamm einsinken.


Mehr zum Thema

Ein Sumpfkrebs liegt am Ufer des Breitenauer Sees, der für Sanierungsarbeiten abgelassen wird. Foto: Wasserverband Sulm
Stimme+
Obersulm
Hinzugefügt. Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Kampf gegen den Sumpfkrebs am Breitenauer See


Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben