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Geldautomaten-Sprenger von Offenau: Holland liefert Verdächtige aus

  
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Erst kamen die mutmaßlichen Geldautomaten-Sprenger in Holland gegen Auflagen auf freien Fuß, jetzt wurden sie nach Deutschland überstellt und sitzen in Untersuchungshaft.

Handwerker verblenden den zerstörten Eingangsbereich der Offener Markthalle.
Handwerker verblenden den zerstörten Eingangsbereich der Offener Markthalle.  Foto: Hoffmann, Adrian

Eine fünfköpfige Bande, die für zahlreiche Sprengungen von Geldautomaten verantwortlich gemacht wird - unter anderem im Juni in Offenau - ist jetzt nach Deutschland überstellt worden. Die Männer mit niederländischer Staatsbürgerschaft und nordafrikanischer Herkunft sitzen inzwischen in deutscher Untersuchungshaft. Das teilte die Staatsanwaltschaft Düsseldorf auf Nachfrage von der Heilbronner Stimme am Montag mit.

Geldautomaten-Sprenger von Offenau: Verdächtige in Untersuchungshaft

Insgesamt werden den Männer mehr als zwei Dutzend Sprengungen sowie versuchte Sprengungen zur Last gelegt. Ein Großteil der Taten verübten die Tatverdächtigen in Nordrhein-Westfalen, weshalb die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft zuständig ist. Bei der Sprengung eines Automaten in der Markthalle in Offenau im Juni diesen Jahres war ein Schaden in sechsstelliger Höhe entstanden. Die Markthalle ist erst sei heute - knapp drei Monate nach dem Geschehen - wieder geöffnet.


Dass die mutmaßlichen Täter, die aus Offenau mit einem hoch motorisierten Audi geflüchtet waren, in Holland zunächst auf freien Fuß kamen, hatte die Ermittlungsbehörden in Deutschland angesichts der Schwere der Verbrechen irritiert. Auch Offenaus Bürgermeister Michael Folk (SPD) zeigte sich verwundert. "Man kann nur den Kopf schütteln", sagte er in einem Interview mit dem SWR.

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