Neubau der DRK-Rettungswache in Schwaigern kann starten – 1,7 Millionen Euro vom Bund
Das DRK Schwaigern kann mit dem Bau seiner neuen Rettungswache beginnen. 1,7 Millionen Euro kommen aus dem Bundes-Sondervermögen, der Rest wird aus Eigenmitteln finanziert.

Nun also doch: Der Neubau der Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Schwaigern kann allmählich beginnen. Das DRK erhält rund 1,7 Millionen Euro für das Projekt.
„Wir wussten nicht, wie lange wir würden warten müssen: Zwei, drei oder sogar fünf Jahre“, sagt Markus Stahl, DRK-Rettungsdienstleiter für Stadt- und Landkreis Heilbronn. „Aber jetzt freuen wir uns natürlich riesig, dass es mit der Förderung geklappt hat“, ergänzt er.
DRK Schwaigern: Bundes-Sondervermögen ermöglicht lang geplanten Neubau
Möglich wird der Bau durch das Bundes-Sondervermögen, aus dem 13,1 Milliarden Euro an das Land Baden-Württemberg gehen. Der Landtag hat beschlossen, davon 200 Millionen Euro gezielt in Rettungsdienst, Katastrophenschutz und die Infrastruktur der Inneren Sicherheit zu investieren. Rund 62 Millionen Euro fließen derzeit in Projekte des Rettungsdienstes.
Gut für das geplante Projekt in Schwaigern, das bereits seit rund drei Jahren auf seine Umsetzung wartet. Geplant ist ein Neubau östlich der Feuerwache am Weilerweg. Die Kosten belaufen sich auf etwa 2,6 Millionen Euro – zu viel, um sie allein zu stemmen.
„Wir wussten, dass das Projekt förderfähig ist“, so Stahl. Doch es gab ein Problem: „Es herrschte ein Stau bei den Förderanträgen des Landes.“ Zwei Anträge des DRK wurden zunächst abgelehnt. Das Projekt verzögerte sich. Durch die Ausschüttung des Bundes-Sondervermögens „löste sich der Förderstau“, berichtet Stahl. Der zweite Antrag wurde nachträglich bewilligt, das DRK kann nun mit rund 1,7 Millionen Euro Förderung rechnen. Circa 900.000 Euro trage man selbst.
Rettungswache Schwaigern: Bau beginnt nach langem Warten auf Fördergeld
Ein genehmigter Bauantrag liegt bereits vor, jetzt starten die Ausschreibungen. „Im Frühjahr sollen die Bauarbeiten beginnen und voraussichtlich im Spätsommer 2027 abgeschlossen sein“, sagt Stahl. Mit dem Neubau erhält Schwaigern eine rund um die Uhr einsatzbereite und erreichbare Rettungswache. Zwölf Angestellte und ein Rettungswagen sind vorgesehen. Zudem wird die Wache speziell auf die Ausbildung von Nachwuchskräften ausgelegt.
Auch Bürgermeisterin Sabine Rotermund zeigt sich begeistert: „Für uns als Bevölkerung ist das ein großer Gewinn.“ Die Stadt selbst ist am Bau nicht beteiligt, das Geld fließt direkt an das Deutsche Rote Kreuz. Man sei jedoch im Austausch und freue sich auf die Inbetriebnahme, so Rotermund.
DRK mit Interimslösung in Schwaigern-Stetten
Da unklar war, wie lange sich das Projekt verzögern würde, präsentierte das DRK im Juli eine Interimslösung: Im Ortsteil Stetten zog man in die ehemaligen Räumlichkeiten eines Unverpacktladens. Zuvor hatten sich die Rettungskräfte sieben Jahre lang die Umkleiden mit den Mitarbeitern des Bauhofs geteilt, in deren Räumen die Wache 2018 testweise eingerichtet worden war. Mit dem Neubau steht nun ein weiterer Umzug bevor – diesmal in ein dauerhaftes Zuhause.
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