Neue DRK-Rettungswache in Schwaigern-Stetten eingeweiht
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Das DRK hat eigene Räumlichkeiten in Schwaigern-Stetten bezogen und ist bald rund um die Uhr verfügbar. Die finale Lösung ist das aber nicht – der Förderantrag für einen Neubau am Feuerwehrgelände ist gestellt.
Neue Rettungswache in Schwaigern: Sabine Rotermund, Sandro Eßlinger, Andreas Kümmerle, Johannes Bayer, Hanna Hartmann, Florian Ballmann, Jens Hönnige, Melanie Veith, Markus Stahl.
Foto: Theresa Heil
Die neue Rettungswache in Schwaigern-Stetten ist eigentlich einer glücklichen Fügung zu verdanken. Auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten stießen die Verantwortlichen auf das Gebäude des ehemaligen Unverpacktladens, der schließen musste. Die Ausstattung und Raumaufteilung passte, große Umbauarbeiten waren nicht nötig. Und so konnte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bereits Anfang Juli in die Kleiststraße nach Stetten umziehen. „Für uns ist das ein ganz großer Gewinn“, sagt Bürgermeisterin Sabine Rotermund bei der feierlichen Einweihung am Donnerstag.
Neue Rettungswache in Schwaigern-Stetten mit größeren Räumlichkeiten
Die neuen Räumlichkeiten sind rund dreimal so groß wie die vorherigen, die nur rund 25 Quadratmetern maßen. Die Einsatzkräfte haben nun auch zwei Ruheräume mit Bett und Schränken sowie einen großzügigen Aufenthaltsraum mit Küche und Sofa zur Verfügung. Das neue Gebäude sei ein „Quantensprung“ im Vergleich zu vorher, findet Rotermund. Sieben Jahre lang hatten sich die Rettungskräfte die Umkleiden mit den Mitarbeitern des Bauhofs geteilt, in deren Räumen die Wache 2018 testweise eingerichtet worden war. Dabei hätte es sich laut Rotermund um einen „dauerhaften Übergangsstandort“ gehandelt. Der Bauhof und die Stadt hätten das gerne möglich gemacht, denn eine eigene Rettungswache sichere eine „viel bessere Versorgung für unsere Bevölkerung vor Ort“. Gerade im ländlichen Raum sei das eine wichtige Aufgabe.
Schon 2019 hatte die Probe-Rettungswache 1380 Einsätze im Verbreitungsgebiet zu verzeichnen, das sich bei Bedarf bis nach Leingarten erstreckt. Im Jahr 2024 waren es 1465 Einsätze und in diesem Jahr bereits 675. Diese Zahlen zeigten, dass der Bedarf einer eigenen Rettungswache in Schwaigern besteht, betont DRK-Kreisgeschäftsführerin Melanie Veith. Durch den Umzug kann das Team der Rettungskräfte ab Oktober auch eine 24/7-Besetzung anbieten und künftig Tag und Nacht einsatzbereit sein. Ab Oktober wird der Standort in Stetten auch eine Lehrrettungswache werden, erklärt Wachenleiter Jens Hönnige. Künftig kann hier also auch Nachwuchs ausgebildet werden.
Vermieter wohnen direkt neben DRK-Rettungswache in Stetten
Möglich gemacht werden diese Änderungen auch durch Architektin Jeanette Binder und Hansjürgen Reinwald. Den beiden gehört das neue Gebäude, sie wohnen direkt nebenan. Beide loben die Professionalität des Teams. Im Vorfeld hätten Nachbarn wegen der Lautstärke der Sirene Besorgnis geäußert. Doch diese Sorge hätte sich nicht bestätigt. Viele hätten noch nicht einmal bemerkt, dass das DRK-Team den Standort bereits seit einem Monat nutzt – obwohl es bereits einige Einsätze gegeben habe. Auch an diesem Tag müssen die zwei diensthabenden Rettungskräfte allein während der Einweihungsfeierlichkeiten zwei Mal ausrücken.
„Für uns ist das ein ganz großer Gewinn.“ Sabine Rotermund
DRK plant Neubau bei neuem Feuerwehrhaus in Schwaigern
„Das wird aber auch nicht unsere finale Lösung“, sagt Melanie Veith mit Blick auf den Standort. Geplant ist ein Neubau auf einem Grundstück bei der neuen Feuerwache am Weilerweg, das die Stadt dem DRK zur Verfügung stellt. Mit der räumlichen Nähe zum Feuerwehrhaus, die mit dem Neubau geschaffen werden würde, könnten Synergieeffekte erzeugt und genutzt werden, erklärt Bürgermeisterin Rotermund.
„Wir hätten gerne schon gestartet“, sagt Veith weiter. Aber der erste Förderantrag an das Land wurde abgelehnt, weil der Geldtopf ausgeschöpft sei. Da das Projekt aber grundsätzlich förderfähig ist, wurde ein zweiter Antrag gestellt, der noch ausstehe. „Von daher wissen wir nicht, wie lange wir hier sein werden“, sagt Veith. Man sei zuversichtlich, dass der Antrag am Ende bewilligt werde – nur könne das womöglich zwei bis fünf Jahre dauern. Bis dahin müsse der Antrag jedes Jahr aufs neue gestellt werden.
Rund um die Uhr besetzt
Die DRK-Rettungswache in Schwaigern hat an ihrem Standort in Stetten ein Einsatzfahrzeug zur Verfügung. Ab Oktober ist nun auch rund um die Uhr eine Besetzung vor Ort in der Kleiststraße. Das Personal wird dafür von acht auf 12 Sanitäter aufgestockt. In den Räumlichkeiten des Bauhofs in der Dürerstraße war die Rettungswache im Tageszeitfenster von 8 bis 20 Uhr besetzt. Das DRK hat auch Fahrzeuge in Eppingen und Brackenheim. Bevor 2018 der Standort in Schwaigern gegründet wurde, wurden oft Fahrzeuge aus diesen Gemeinden abgezogen.
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