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Nach Musikpark-Aus: Wo feiern junge Menschen in Heilbronn?  

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Nach fast 20 Jahren hat der Musikpark Heilbronn seinen Betrieb eingestellt. Eine stichprobenhafte Umfrage zeigt: Das Clubfeiern steht bei vielen jungen Menschen nicht mehr an erster Stelle

Von Sara Braig

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Der Musikpark Heilbronn war fast 20 Jahre lang ein beliebter Ort, um abends auszugehen und zu feiern. An Silvester hat dort die letzte Party stattgefunden, nun ist endgültig Schluss. Als Grund für die Schließung werden unter anderem rückläufige Besucherzahlen genannt. Doch welche Clubs oder Bars besuchen junge Menschen jetzt in Heilbronn? Wir haben nachgefragt.

Nach Heilbronner Musikpark-Aus: Student geht zum Feiern nach Stuttgart

Der Student Oleksandr Lukinov kann sich noch an einige Studentenpartys im Musikpark erinnern: „Vom ersten bis zum dritten Semester haben wir die Partys meistens im Musikpark gefeiert, weil das der größte Club in Heilbronn war und es viele unterschiedliche Räume gab. Das war richtig cool. Manchmal vermisse ich das, aber es gibt auch andere Clubs.“


Wenn er jetzt feiern gehen möchte, verschlägt es den 21-jährigen Ukrainer, der seit zweieinhalb Jahren in Deutschland ist, nach Stuttgart. In Heilbronn geht er gerne in das Wirtshaus Lehners oder in einen Irish Pub.

Heilbronner Laube und Mobilat bleiben beliebte Cluborte

Die Studentin Sandra kommt aus der Nähe von Schweinfurt. Sie ist der Meinung, dass der Musikpark vor allem Erstsemester-Studenten fehlen wird. Schließlich fanden dort auch die von der Studentenverbindung organisierten Bierpongturniere statt. Außerdem kennt die 20-Jährige noch das Creme 21. Die Studentenfeiern finden mittlerweile im Mobilat statt, erklärt sie.“

Gerade dieser Club sowie die Laube sind bei vielen jungen Leuten bekannt und beliebt. So wie auch bei dem 19-jährigen Ramon Dries aus Neckarbischofsheim und dem 23-jährigen Torben, der angibt, früher öfters im Mobilat gewesen zu sein. Der 26-jährige Heilbronner Aaron Eckert berichtet, er gehe zwar nicht oft feiern und habe daher noch nicht viel kennengelernt. Er sei bisher aber schon zwei Mal in der Laube gewesen.  

Unter anderem wegen rückläufiger Besucherzahlen musste der Musikpark Heilbronn Ende vergangenen Jahres schließen.
Unter anderem wegen rückläufiger Besucherzahlen musste der Musikpark Heilbronn Ende vergangenen Jahres schließen.  Foto: Berger, Mario

Statt großer Clubs: Junge Menschen verbringen lieber Zeit in Bars und Cafés  

Die Umfrage zeigt: Generell gehen viele der weiteren befragten jungen Menschen nicht mehr regelmäßig feiern. Im Gespräch berichten die meisten, dass sie nur zum Studieren nach Heilbronn kommen oder ihre Zeit lieber in Bars und Cafés verbringen.

Für Paula Hinze gehören das Hartmans, die Spielebar Unschlagbar und das Stretta zu den Orten, die sie gerne besucht. Seit mit dem Musikpark einer der letzten größeren Clubs in Heilbronn geschlossen hat, weichen andere wiederum zum Partymachen in die nächstgelegenen Großstädte wie Stuttgart und Heidelberg aus – so auch Celine: „Der Musikpark war für uns immer ein guter Ausgleich zum Kinki in Sinsheim, wo immer die 16-Jährigen herumrennen. Dann ist man gerne hierhergegangen. Aber jetzt wird es wahrscheinlich eher Heidelberg. Deswegen ist es jetzt schon schade, vor allem wenn man in einen Club wollte“, erzählt die 22-Jährige aus der Nähe von Sinsheim.


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Sofia Elert aus Bad Rappenau geht sowohl in Heilbronn als auch in anderen Städten in die Clubs: „Wenn wir feiern gehen wollen, gehen wir meistens ins Mobilat hier in Heilbronn oder nach Stuttgart oder Heidelberg“, sagt die 23-Jährige.

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