Förderung für Möckmühler Arztpraxis: Noch viel Papierkram nötig
Nach der Freude folgt die Ernüchterung in Möckmühl: Die Stadtverwaltung muss für die Antragstellung im Limes-Programm noch etliche Dokumente bereit stellen.
Die freudige Nachricht ist vor einigen Tagen ins Möckmühler Rathaus geflattert: Der Auswahlausschuss der Limesregion Hohenlohe-Heilbronn will die Einrichtung einer Arztpraxis in Möckmühl finanziell unterstützen. „Die Einrichtung einer Arztpraxis in Möckmühl ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherstellung der medizinischen Grundversorgung im ländlichen Raum“, heißt es in dem Schreiben.
Angesichts des zunehmenden Ärztemangels seien solche Projekte von enormer Bedeutung für die Daseinsvorsorge. „Eine gute ärztliche Versorgung vor Ort erhöht die Lebensqualität und macht die Region als Wohnstandort attraktiver.“ Zuletzt machte eine Arztpraxis in der näheren Umgebung davon reden, dass nicht-ortsansässige Patienten abgelehnt werden.
Arztpraxis in Möckmühl möchte erweitern und braucht mehr Platz
Die Arztpraxis Preda und Buss in Möckmühl möchte hingegen erweitern.Razvan-Bogdan Preda betont: „Wir arbeiten noch mit angezogener Handbremse.“ Die Gemeinschaftspraxis, die der ehemalige Oberarzt im SLK-Klinikum Plattenwald 2023 mit Andreas Buss in Möckmühl übernommen hat, könnte deutlich mehr Patienten aufnehmen. Allein: Es fehlt der Platz.

In dem geplanten Gesundheitszentrum in der Züttlinger Straße wollen auch Viktoria und Denis Haffner ihre Physiotherapie in neuen und großzügigeren Räumlichkeiten unterbringen. Bevor das neue Gesundheitszentrum eröffnen kann, baut die Stadt Möckmühl das ehemalige Schuhhaus um. Dafür ist die Förderung hoch willkommen. „Ausgehend von den eingereichten Unterlagen und der Kostenschätzung können wir auf einen Zuschuss von 40 Prozent der förderfähigen Kosten beziehungsweise rund 160.000 Euro hoffen“, so Bürgermeister Simon Michler.
Vor der Förderung steht noch ein „enormer Dokumentationsaufwand“
Aber, und das ist die Crux an der Sache: „Der Zuschuss ist vom Prinzip her zugesagt“, stellt Michler fest. „Allerdings erfordert die Auszahlung einen enormen Dokumentationsaufwand, eine nochmalige Antragstellung bis 5. Mai sowie die strikte Einhaltung aller Vorgaben.“
Für die weitere Antragstellung sind also noch etliche Unterlagen zu erstellen. Die Freude ist im Möckmühler Rathaus daher noch etwas verhalten: „So gesehen gibt es außer dem Bestehen der Vorprüfung und Weiterleitung zur maßgeblichen Antragstellung hier noch keine abschließenden Neuigkeiten.“
Insgesamt beträgt die mögliche Förderung im EU-Leader-Programm 670.000 Euro. Weitere Projekte im Rennen sind der Dorfladen in Hardthausen-Lampoldshausen sowie der Neubau von Ferienwohnungen in Langenbrettach-Brettach.
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