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Neuer Mietspiegel für Neckarsulm – Was der Quadratmeter kostet

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Der Mietspiegel gibt einen Einblick in die Preise in verschiedenen Stadtgebieten von Neckarsulm und dient als Richtschnur für angemessene Erhöhungen. Welche Rechte Mieter und Vermieter dabei haben. 


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Alle zwei Jahre wird in Heilbronn der Mietspiegel neu aufgelegt. So auch diesen Sommer. Die aktuelle Erhebung gibt bis Juni 2026 die Richtung vor. Traditionell passen sich die umliegenden Städte im Oberzentrum dem Heilbronner Mietspiegel an - auch Neckarsulm. 

Allerdings genehmigt man sich immer einen gewissen Abschlag im Vergleich zu Heilbronn, wo die Mieten um 15 Prozent in vier Jahren gestiegen sind. 2016, als der „einfache Mietspiegel“ in Neckarsulm eingeführt wurde, betrug der Abschlag noch ein Zehntel. Nach einer Umfrage in der Stadt hat man sich dann auf fünf Prozent Minderung geeinigt. 

Neuer Mietspiegel für Neckarsulm: Richtschnur für angemessene Vergleichsmieten

Beim neuen Mietspiegel, der auch online auf der Homepage der Stadt Neckarsulm einsehbar ist, sei der Mieterbund mit einbezogen worden, so Manuel Heer, Leiter des Amts für Stadtentwicklung und Baurecht bei der Vorstellung des Zahlenwerks im Gemeinderat. In Neckarsulm sind die Mieten in den letzten beiden Jahren um sechs Prozent gestiegen, was ohne weitere Diskussion von den Stadträten zur Kenntnis genommen wurde. 

Die Übersicht über die Mieten, die im Stadtgebiet Neckarsulm und den Stadtteilen für frei finanzierte Wohnungen bezahlt werden, gibt als „ortsübliche Vergleichsmiete“ den Rahmen dessen vor, was Vermieter verlangen können. Je nach Lage, Alter und Ausstattung reichen die Spannen in Neckarsulm von 7,54 bis 12,70 Euro pro Quadratmeter, wobei bei Neubauten in der Innenstadt sogar bis knapp 20 Euro verlangt werden.

Rechtlich bindend ist das vorgegebene Preisniveau nicht. Allerdings können Auseinandersetzungen vermieden werden, was die angemessene Höhe der Miete anbelangt. Auch für Mieter ist der neue Index interessant: Aufgrund der Mietpreisbremse darf die Miete in Neckarsulm nur maximal zehn Prozent über dem Mietspiegel liegen. Eine „deutlich überhöhte Miete“ kann mit einem Bußgeld belegt werden. Ausnahmen gibt es beim Erstbezug von Neubauten. Hier darf die Miete frei vereinbart werden. 

Mietspiegel für Neckarsulm: Die Betriebskosten kommen noch oben drauf

Der Mietspiegel zeigt nur die Netto-Kaltmiete auf. Nicht enthalten sind Betriebskosten. Hierzu gehört auch die Grundsteuer, die auf die Mieter umgelegt werden kann. Diese könnte im kommenden Jahr deutlich ansteigen. 

Liegt die Miete deutlich unter der ortsüblichen Vergleichsmiete, darf diese um maximal 15 Prozent innerhalb von drei Jahren erhöht werden. Der Erhöhung muss der Mieter zustimmen. Eine Kündigung durch den Vermieter, weil dieser die Miete erhöhen will, sei nicht zulässig, heißt es in dem Mietspiegel. Ausgenommen davon sind Erhöhungen wegen Modernisierung oder steigende Nebenkosten. 

Bei energetischen Sanierungen sinken die Betriebskosten. Allerdings kann der Vermieter wiederum die Kaltmiete erhöhen, weil durch Dämmung, neue Fenster oder dem Einbau einer modernen Heizanlage die Ausstattung aufgewertet worden ist. 

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