Neues Ticketssystem am Breitenauer See sorgt für Unmut

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In der Testphase ärgern sich viele Menschen über das neue Zugangs- und Bezahlkonzept für den Breitenauer See. Wie gehen die Verantwortlichen nun mit dem Frust um?

Von Gustav Döttling
An der Zufahrt zu den Parkplätzen kontrolliert ein Mitarbeiter der Firma SJS die online gebuchten Eintritts- und Parktickets der Besucher.
An der Zufahrt zu den Parkplätzen kontrolliert ein Mitarbeiter der Firma SJS die online gebuchten Eintritts- und Parktickets der Besucher.  Foto: Veigel, Andreas

"Es gab nicht nur positive Rückmeldungen", berichtete der Vorsitzende des Naherholungszweckverbands Breitenauer See, Obersulms Bürgermeister Björn Steinbach, in der Verbandsversammlung. Die Testphase in der ersten Maiwoche des neuen Onlineticket-Systems für die kombinierte Parkplatzbuchung und den Eintritt ins Naherholungsgebiet Breitenauer See sorgte für Unmut.

Kassiert trotz kühlen Wetters

Seebesucher und die Bevölkerung rund um den See waren sauer, weil trotz des kühlen Wetters kassiert und kontrolliert wurde. "Tickets werden gebucht, aber es gab bisher leider keinen Badetag", berichtete Steinbach.

Um auf die heißen Tage vorbereitet zu sein, habe der Zweckverband das Buchungssystem getestet und die Mitarbeiter geschult. Das könne man nicht machen, wenn bei 30 Grad die Leute in Scharen zum See kämen.

 


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Kratzt das neue System am Image des Sees?

"Bei mir kam heftige Kritik an, viel aus der Obersulmer Bevölkerung", sagte der Obersulmer CDU-Gemeinderat Hermann Hohl. Auf Widerstand stoße, wenn man von weit her komme, vom neuen System noch nichts wisse, und dann für Parken und Eintritt ein Online-Ticket brauche, obwohl man nur Spazierengehen wolle. "Ich fürchte, das kratzt am Image unseres Sees, wir müssen einzelne Punkte nochmals unter die Lupe nehmen", meinte Hohl. "Wenn Badetag ist, muss jeder Eintritt zahlen, das war bisher schon so, neu ist nur die Parkgebühr", erläuterte Steinbach.


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Nur 1800 Parkplätze

Verbandsvertreter Reinhold Gall hat Zweifel, ob nur 1800 Parkplätze sinnvoll seien. Dadurch werde die Zahl der Seebesucher auf rund 5000 eingeschränkt. Das führe zu Frust, wie er in Neckarsulm gehört habe. Gall plädiert, in Abhängigkeit vom Wetter, für eine flexible Handhabung der Eintrittsregelung. "Wichtig wäre es, die Dinge richtig zu kommunizieren", meinte Löwensteins Bürgermeister Klaus Schifferer.

Nach der Saison wird Bilanz gezogen

"Wir wissen, dass das System nicht perfekt ist", stellte Erlenbachs Bürgermeister Uwe Mosthaf fest. Es wäre aber falsch, alles über den Haufen zu werfen. Am Ende der Saison heiße es Bilanz zu ziehen. "Wir haben die Probleme erkannt und können sie abstellen", erklärte Verbandsgeschäftsführer Tobias Kniel.


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