Stimme+
Bad Wimpfen

Bad Wimpfen schafft Container zur Flüchtlingsunterbringung an

   | 
Lesezeit  1 Min
Erfolgreich kopiert!

Der Gemeinderat in Bad Wimpfen verabschiedet einen Zuschlag für die Containeranlage in Höhe von 1,174 Millionen Euro. Die Forderung nach Unterbringungsalternativen wächst.

von Julia Haaga

Die steigende Zahl der Asylsuchenden macht sich auch in der Stauferstadt Bad Wimpfen bemerkbar. 2023 rechnet Bad Wimpfen mit einer Zuweisung von 55 bis 60 Asylsuchenden. "Momentan haben wir nur Kapazitäten für ungefähr zwölf", wie Bürgermeister Andreas Zaffran erklärte. Bereits im März habe man drei Flüchtlinge zugewiesen bekommen. Der Migrationsdruck sei hoch, die Aufnahmekapazitäten im Landkreis vollständig erschöpft, so die Haushaltserklärung des Amtsinhabers bereits im Dezember 2022.


Mehr zum Thema

Die Senioren haben ihr Domizil am Löwengarten bereits im Herbst verlassen. 110 Geflüchtete sollen hier nach dem Willen des Landkreises unterkommen.
Stimme+
Pfedelbach
Hinzugefügt. Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Bürgerbegehren gegen Flüchtlingsunterkunft in Pfedelbach ist nicht zulässig


Im Gemeinderat wurde der Bau einer zusätzlichen Containeranlage auf dem Grundstück Industriestraße 12 beschlossen. Die Firma Losberger Modular Systems aus Mannheim erhielt den Zuschlag zum Containeraufbau in Höhe von 1,174 Millionen mit einem Zuschuss von 503.000 Euro. Der Erweiterung stimmten 15 Gemeinderäte zu bei zwei Gegenstimmen. "Wir rechnen mit der Fertigstellung der Anlage bis zum letzten Quartal", erklärte die Rathausspitze.

Alternative Unterkünfte Tiny Houses?

In der Sitzung im Gemeinderat wurden zudem alternative Wohnformen wie Tiny Houses zur Sprache gebracht. Bürgermeister Zaffran betonte, dass man eine nachhaltige Lösung suchen müsse: "Das nehmen wir uns für die Zukunft aufs Tableau." Die Containeranlage sei dem Druck geschuldet, möglichst schnell eine Lösung zu finden. Auch Bauamtsleiter Thomas Rom gab zu bedenken: "Uns rennt die Zeit davon." Cornelia Bär-Stoll (SPD) verdeutlichte: "Was in Europa stattfindet, erfordert unser Handeln - ohne Wenn und Aber. Zu dieser Verantwortung müssen wir stehen." Als Gesellschaft, der es noch gutgehe, müsse man die Bereitschaft finden zu helfen, so Bär-Stoll.



Fünf Bewerber für den Containerbau

Vor der Montage müssten das Gelände noch entsprechend hergerichtet und die erforderlichen Anschlüsse verlegt werden. Dies sei in den Kosten nicht enthalten. Offen sei außerdem die Montage einer PV-Anlage. Zu den Leistungen der Lieferung und Montage der Containeranlage seien nach öffentlicher Ausschreibung bei der Stadt fünf schriftliche Angebote eingegangen.

Ein Angebot musste von der Wertung ausgeschlossen werden, da dieses nicht den Anforderungen entsprach, so die Erklärung der Verwaltung im Gemeinderat. Bauamtsleiter Rom legte für Fundament, Pflasterung, etwaige Bodenplatten und Innenausstattung eine Schätzung von 200 000 bis 250 000 Euro vor. Die Kosten könnten variieren.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben