Studie zu Heilbronner Kaufkraft sagt nichts über Lebensqualität aus
Die Zahl der Leistungsbezieher steigt in der Region Heilbronn. Die hohe Kaufkraft kann dabei die Situation der Bürgergeld-Empfänger noch weiter verschlechtern. Nicht nur in der Stadt.
Die Kaufkraft-Studie hat für Heilbronn als Zukunftsstandort eine enorme Aussagekraft. Für Außenstehende kann sie mitunter zur Entscheidung beitragen, sich für die Stadt als Arbeits- und Lebensraum zu entscheiden. Auch sagt sie viel über die Wirtschaftskraft der Region aus und ist ein Aushängeschild dafür.
Attraktivität von Heilbronn hat auch Negatives: Mieten werden erhöht
Betrachtet man allerdings die Zahlen der Menschen, die eine Grundsicherung erhalten und die Notlagen, in der diese sich bereits jetzt befinden, dann sollte man die Studie auch kritisch betrachten. Denn der Wohnungsmarkt in Heilbronn ist bereits angespannt, die Mieten steigen oder sind schon auf einem hohen Niveau. Das hat auch Auswirkungen auf die Region, denn gibt es keine bezahlbaren oder freien Wohnungen im Stadtgebiet, weichen die Menschen auf den Landkreis Heilbronn oder nach Hohenlohe aus.
Das wiederum führt zu höheren Mieten auch dort und macht es für Leistungsempfänger nicht leichter, von den Leistungen zu leben. Denn nicht nur steigende Mieten sind eine Auswirkung, auch die Lebenshaltungskosten, die in Heilbronn auf einem vergleichsweise niedrigen Stand sind, werden dadurch höher.
Lebensqualität der Bürgergeld-Empfänger leidet unter Zuwanderung
Die Beratungsstellen nehmen jetzt schon einen deutlichen Zuwachs an in Not geratene Menschen wahr. Zwar kann durch weiteren wirtschaftlichen Zuwachs die Situation auch bei Leistungsempfängern steigen, etwa durch Erschließen neuer Arbeit, trotzdem wird die Situation erstmal vor allem durch weitere Zuwanderung schwerer werden und die Lebensqualität der Bürgergeld-Empfänger nicht besser.
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