Erschossene Katze in Möckmühl: Peta setzt Belohnung für Hinweise aus
In Möckmühl wird eine Katze schwer verletzt gefunden. Sie stirbt kurze Zeit später. Röntgenbilder zeigen: Das Tier wurde offenbar mit einem Luftgewehr angeschossen. Für Hinweise zum Täter winkt nun eine Belohnung.
„Tierquäler gesucht.“ Unter dieser Überschrift hat die Tierschutzorganisation Peta eine Belohnung ausgesetzt. Das Ziel: Der Täter, der eine Katze in Möckmühl mutmaßlich erschossen hat, soll gefunden und verurteilt werden.
Der Fall ist vergangene Woche passiert und hat für Aufsehen gesorgt: Eine Katze wurde schwer verletzt in Möckmühl gefunden und zum Tierarzt gebracht. Beim Röntgen zeigte sich, dass das Tier zwei 4,5-Millimeter-Projektile in seinem Körper stecken hatte.
Katze wird in Möckmühl erschossen – Peta setzt Belohnung von 1000 Euro aus
Außerdem war die Katze ausgezehrt, unterkühlt und hatte Metastasen in der Lunge – sie starb am nächsten Tag unter Begleitung in der Tierarztpraxis. Ein Besitzer konnte nicht gefunden werden, da die Katze weder gechippt noch tätowiert war. Laut Tierrettung Odenwald-Hohenlohe werden die gefundenen Projektile nur von Privatpersonen genutzt. Sportschützen schießen mit abgeflachter Munition.
„Die Person, die auf die Katze geschossen hat, muss schnellstmöglich ermittelt werden – bevor weitere Tiere oder womöglich auch Menschen zu Schaden kommen“, erklärt Monic Moll, Fachreferentin bei Peta. Für sachdienliche Hinweise, die zur Verurteilung des Täters führen, lobt Peta 1.000 Euro Belohnung aus. Zeugen sollen sich an Peta wenden (auch anonym) unter 0711/8605910 oder per E-Mail an whistleblower@peta.de – oder alternativ auch an die Polizei.
Peta fordert abschreckende Strafen für Tierquäler
„Erschreckenderweise registrieren wir beinahe täglich Fälle, in denen Katzen mit Luftgewehren, Schrot oder anderen Waffen verletzt oder anderweitig misshandelt oder getötet werden – sei es durch Tritte, ätzende Substanzen oder andere Formen der Gewalt“, sagt Monic Moll.
Die Tierschutzorganisation Peta fordert deshalb härtere Strafen für Tierquäler, damit diese abgeschreckt werden. „Denn wer Tieren bewusst Leid zufügt, könnte auch gegenüber Menschen nicht haltmachen.“ Bereits heute sei Tierquälerei eine Straftat, die mit Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden kann.
Darüber hinaus fordert Peta, dass Katzen bundesweit verpflichtend registriert und Kater kastriert werden müssen. „Durch eine Registrierung der Tiere können Mensch und Katze schnell und auf einfachem Wege einander zugeordnet werden – auch in Notfällen“, heißt es in der Mitteilung. Kastrationen trügen dazu bei, die Zahl heimatloser Katzen zu senken.
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