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Katze in Möckmühl offenbar angeschossen – zwei Projektile im Körper

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Eine Katze wird in Möckmühl mit zwei Projektilen im Körper gefunden. Offenbar wurde sie mit einem Luftgewehr angeschossen. Ein Experte von der Tierrettung erlebt das nicht zum ersten Mal. 


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In Möckmühl ist eine Katze offenbar mit einem Luftgewehr angeschossen worden und danach gestorben. Das berichtet die Tierrettung Odenwald Hohenlohe in einem Facebook-Beitrag.

Demnach wurde den Tierrettern zunächst eine verletzte Katze in Möckmühl gemeldet. Als sich die Tierrettung auf den Weg machte, sei die Katze bereits von jemandem zum Tierarzt gebracht worden. 

Katze in Möckmühl schwer verletzt: Tierarzt entdeckt Projektile im Körper

Tierarzt Thomas Buss hat die kleine Katze in Empfang genommen und untersucht. Sie sei ausgezehrt und ausgekühlt gewesen und habe erst gewärmt werden müssen. "Wir haben ihr Schmerzmittel gegeben", sagt Buss. 

Diese Katze wurde schwer verletzt in Möckmühl gefunden.
Diese Katze wurde schwer verletzt in Möckmühl gefunden.  Foto: Tierrettung Odenwald Hohenlohe e.V.

Auf Röntgenbildern wird dann sichtbar, dass sich zwei Projektile in den Körper der Katze gebohrt haben: Auf der rechten Körperseite auf Brusthöhe sowie im rechten Oberbein steckt jeweils ein 4,5 Millimeter großes, spitzes Projektil.

Katze in Möckmühl wird zwei Mal mit Luftgewehr angeschossen

Für Bernhard Klier, Gründer der Tierrettung Odenwald Hohenlohe, ist damit klar: Jemand hat mit einem Luftgewehr zwei Schüsse auf die Katze abgegeben. „Das ist nicht das erste Mal, dass ich so etwas als Tierretter sehe.“

Das bestätigt auch Tierarzt Thomas Buss. "Das sieht man immer wieder, oft sind das Nebenbefunde." Die Wunde wachse recht schnell wieder zu und sei dann nicht sichtbar.

Die verwendeten 4,5 Millimeter starken Diabolo-Projektile werden laut Tierretter Klier von Privatpersonen genutzt. Sportschützen würden dagegen Geschosse mit flacher Spitze nutzen, weil diese ein besseres Loch in die Zielscheibe stanzen. Die Projektile bestehen aus Blei, was für Tiere gesundheitsschädlich ist.

Das Röntgenbild der in Möckmühl gefundenen Katze zeigt zwei spitze Projektile, die in ihrem Körper stecken. Offenbar hat jemand mit einem Luftgewehr auf das Tier geschossen.
Das Röntgenbild der in Möckmühl gefundenen Katze zeigt zwei spitze Projektile, die in ihrem Körper stecken. Offenbar hat jemand mit einem Luftgewehr auf das Tier geschossen.  Foto: Tierrettung Odenwald Hohenlohe e.V.

Wie Buss berichtet, ist die Katze am nächsten Tag unter einer Infrarotlampe eingeschlafen und gestorben. Ursache waren nicht nur die Projektile, sondern auch Metastasen in der Lunge und dass die Katze ausgezehrt und unterkühlt war, erklärt der Tierarzt. "Das war ein ganz armes Kätzchen." Eine Helferin habe das Tier begleitet, anschließend sei es begraben worden. "Weil sie uns so leid getan hat."

Das geschätzt fünf Jahre alte Tier sei weder gechippt noch tätowiert gewesen, es sei daher unklar, wer der Besitzer ist. Die Tierrettung hat bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstattet. 

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