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Ortskernentwicklung

Katastrophenschutz, barrierefreie Bushaltestellen und Wohnraum: Löwenstein plant im Hintergrund

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Nach einem ruhigen Frühling laufen bald viele Projekte in Löwenstein an. Das Leben in der Kernstadt und den Ortsteilen soll sicherer und angenehmer werden.

Von Armen Begic
Drei alte Hofstallungen im Löwensteiner Ortsteil Hößlinsülz sollen zu Mehrfamilienhäusern werden.
Drei alte Hofstallungen im Löwensteiner Ortsteil Hößlinsülz sollen zu Mehrfamilienhäusern werden.  Foto: Armen Begic

Notfalltreffpunkte Die Feiertage in Löwenstein scheinen noch etwas anzuhalten, denn nach außen hin wirkt alles ruhig. Über die Osterzeit ist nicht viel geschehen, heißt es von Bürgermeisterstellvertreter Harald Koppenhöfer. Im Hintergrund jedoch wird fleißig gearbeitet, damit auch in trubeligen Zeiten alle die Ruhe bewahren können. Gemeinsam arbeiten Verwaltung, Feuerwehr und der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes an einem Konzept für Notfalltreffpunkte und eine Notunterkunft, denn: Starkregenereignisse häufen sich, auch Cyber-Angriffe auf kritische Infrastruktur können nicht ausgeschlossen werden. Die Handlungsfähigkeit sei jedenfalls gesichert, in der Feuerwehr ohnehin, nun aber auch im Rathaus, das mittlerweile über ein Notstromaggregat im Bauhof verfügt.

Verbesserung der Infrastruktur in Löwenstein

Bushaltestellen Verlässt man den Ort nach Norden über die Bundesstraße 39, erreicht man die Bushaltestelle „Seemühle“ in der Nähe des Ortsteils Hößlinsülz. Dort soll eine Stromtrasse verlegt werden, die über dem Halt verläuft. Doch dabei soll es nicht bleiben: Der Halt „Seemühle“ in Richtung Löwenstein soll ähnlich dem in Richtung Obersulm überdacht werden und zudem den barrierefreien Ausbau der Haltestellen auf der Gemarkung einleiten, so die Verwaltung; zwei bis drei Umbauten pro Jahr seien möglich.

Wasserleitung Nur wenige hundert Meter wartet das nächste Projekt, allerdings unterhalb der Erde: Dort verläuft eine etwa 100 Jahre alte Wasserleitung zum Beckershof, der unweit des Breitenauer Sees auf einer Anhöhe gelegen ist. Die Gussleitung ist nicht nur in die Jahre gekommen, sondern mittlerweile defekt und muss daher auf einer Länge von 1,4 Kilometern ausgetauscht werden.

Weil eine Stromtrasse verlegt werden soll, bekommt die Bushaltestelle "Seemühle" bei Hößlinsülz ein Dach.
Weil eine Stromtrasse verlegt werden soll, bekommt die Bushaltestelle "Seemühle" bei Hößlinsülz ein Dach.  Foto: Armen Begic

Löwenstein plant langfristige Projekte

Ortskernsanierung Auch der anderen Seite der B39 stehen langfristige Veränderungen bevor. Im Rathaus rechnet man mit etwa zehn Jahren Bauzeit. Die Ortsmitte von Hößlinsülz im hinteren Bereich der Lindenstraße ist geprägt von drei großen Hofstallungen, die bisher kaum genutzt wurden. In den kommenden Jahren soll dort aber Leben einkehren: Insgesamt 36 Wohnungen in Mehrfamilien- und Doppelhäusern sind geplant, dazu ein Café. Einige der Wohnungen könnten als betreutes Wohnen entwickelt werden. Das Projekt soll nur den Anfang eines Gesamtkonzepts bilden, dem kommunale Gebäude folgen sollen, ebenso wie die Entwicklung des Ortskerns in Reisach.

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