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Die besten der Besten aus dem Handwerk in Heilbronn-Franken

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Die Handwerkskammer ehrt bei einem feierlichen Abend im Zweiradmuseum in Neckarsulm Nachwuchstalente, die sich bei den Deutschen Meisterschaften im Handwerk bewiesen haben.

Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ralf Schnörr (links) und Präsident Ralf Rothenburger (rechts) mit den Geehrten Markus Kellermann, Alisa Kasten und Erald Almeta (von links).
Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ralf Schnörr (links) und Präsident Ralf Rothenburger (rechts) mit den Geehrten Markus Kellermann, Alisa Kasten und Erald Almeta (von links).  Foto: Bitsch, Simon

Die Handwerkskammer Heilbronn-Franken hat im Zweiradmuseum in Neckarsulm die besten der Besten aus dem Handwerk geehrt. Ausgezeichnet als Kammersieger für ihre Leistungen in der Ausbildung im Rahmen der deutschen Meisterschaft im Handwerk wurden 39 Gesellen.

30 von ihnen bekamen persönlich bei der Ehrungsfeier zwischen den historischen Zweirädern Urkunden, Geschenke, Weiterbildungsscheine und Pokale von Kammerpräsident Ralf Rothenburger überreicht. Rothenburger hob die Strahlkraft der Preisträger hervor. „Jede und jeder Einzelne von Ihnen ist ein leuchtendes Beispiel dafür, welche außergewöhnlichen Talente in unserer Region heranwachsen“, sagte er.

13 der 39 Kammersieger schafften es auf der nächsthöheren Wettbewerbsebene der Handwerksmeisterschaft – der Landesebene – auch aufs Treppchen. Sechs dieser Junghandwerker belegten im Ländle den ersten Platz. Über einen ersten Bundessieger konnte sich die Handwerkskammer in diesem Meisterschaftsjahr zwar nicht freuen, aber drei Nachwuchstalente landeten im deutschlandweiten Vergleich trotzdem auf dem Podest.

Drei Nachwuchstalente aus Heilbronn-Franken bundesweit auf dem Treppchen der Deutschen Meisterschaft im Handwerk

Schornsteinfegerin Alisa Kasten aus Satteldorf, die ihre Ausbildung in Ilshofen gemacht hat, ist zweitbeste Auszubildende ihrer Zunft. Auf dem bundesweit dritten Platz landeten Markus Kellermann aus Rot am See, der seine Ausbildung zum Metallbauer, Fachrichtung Konstruktionstechnik, in Crailsheim absolviert hat, und Erald Almeta. Der 25-jährige Heilbronner ist dritter Bundessieger bei den Verfahrenstechnologen in der Mühlen- und Getreidewirtschaft, Fachrichtung Müllerei. Er wurde von der Frießinger Mühle in Bad Wimpfen ausgebildet.

Almeta arbeitet in Bad Wimpfen am vollständigen Prozess der Getreideverarbeitung. Er bedient Maschinen von der Säuberung des angelieferten Getreides bis hin zur Verpackung der Produkte. Heute ist er stolz, dritter Bundessieger zu sein. „Das habe ich nicht erwartet“, sagt er. Mit der bundesweit drittbesten Prüfungsleistung in seinem Beruf im Handwerk darf er sich jetzt schmücken. Die praktische Prüfung ist ihm dabei einfacher gefallen, als die theoretische, verrät er am Ehrungsabend der Heilbronner Stimme.

Landessieger im Handwerk aus dem Bezirk Heilbronn-Franken

Neben den drei Podestplätzen im Bund schafften es drei weitere Nachwuchshandwerker aus dem Bezirk auf den ersten Platz in Baden-Württemberg: Jan Schukraft aus Schwaigern lernte Elektroniker, Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik, Karolin Nothacker aus Untermünkheim, die in Neuenstein ihre Ausbildung absolvierte, ist landesweit beste Tischlerin und Dogukan Tekinsoy aus Kirchheim am Neckar ist Landessieger im Beruf Zerspanungsmechaniker für Drehmaschinensysteme, den er in Lauffen lernte.

Die deutsche Meisterschaft im Handwerk – German Craft Skills – wird seit 1951 abgehalten. In über 130 Handwerksberufen treten mehr als 3000 Absolventen auf bis zu vier Wettbewerbsebenen gegeneinander an. In größeren Berufen beginnt das Messen auf der Innungsebene und geht dann auf Handwerkskammer-, Landes- und Bundesebene weiter.

„Die Platzierungen je Ausbildungsberuf auf Kammerebene werden von der Handwerkskammer Heilbronn-Franken anhand des Prüfungsergebnisses der praktischen Abschluss- oder Gesellenprüfung festgelegt“, heißt es aus dem hiesigen Bezirk zu den Modalitäten des Wettbewerbs. Ausnahme sind die Berufe Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Tischler und Zimmerer. Dort wird der erste Kammersieger anhand einer praktischen Arbeitsprobe ermittelt.

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