Hänel-Prozess nach tödlichen Schüssen: Mitarbeiter sollen vor Gericht aussagen
Der Prozess um die tödlichen Schüsse in der Firma Hänel in Bad Friedrichshall wird fortgesetzt. Acht Zeugen sind am Dienstag vor das Heilbronner Landgericht geladen, darunter Mitarbeiter, Rettungskräfte und Polizeibeamte.
Am Dienstag, 19. August, wird am Heilbronner Landgericht der Prozess um die tödlichen Schüsse in der Bad Friedrichshaller Zahnradfabrik Hänel fortgesetzt. Von einem „Blutbad im Pausenraum“ und einer „Overkill-Aktion“ hatten bisherige Zeugen gesprochen.
Prozess um tödliche Schüsse bei Firma Hänel in Bad Friedrichshall wird fortgesetzt
Für Dienstag sind insgesamt acht Zeugen geladen, wie Stefanie Morgenstern, Pressesprecherin am Heilbronner Landgericht, berichtet.
Drei von ihnen sind Mitarbeiter der Firma Hänel und befanden sich am Tatort. Auch der erstbehandelnde Notarzt und zwei Rettungssanitäter sowie zwei Polizeibeamte zum Thema Spurensicherung sollen aussagen.

Der 53-jährige Angeklagte, in Kirgisistan geboren, muss sich seit Ende Juli unter anderem wegen zweifachen Mordes sowie schwerer und gefährlicher Körperverletzung verantworten.
Hänel-Prozess am Heilbronner Landgericht: Aus „Wut und Neid“ seine Kollegen erschossen?
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Tatverdächtige am 7. Januar 2025 im Pausenraum der Zahnradfabrik Hänel zwei Kollegen erschossen und einen weiteren schwer verletzt haben.
Der dritte Kollege überlebte, verlor aber unter anderem ein Auge. Ein vierter Mitarbeiter konnte fliehen. Insgesamt soll der Angeklagte innerhalb von 75 Sekunden 23 Schüsse abgegeben haben.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, aus „Wut und Neid“ auf seine Kollegen gehandelt zu haben. Noch am Tag der Tat wurde der Mann in seiner Wohnung in Seckach im Neckar-Odenwald-Kreis festgenommen.
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