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Nächste Umtauschfrist bis Januar 2026: Führerscheinstellen mahnen zur Eile

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Bis Januar 2026 müssen erstmals Millionen Kartenführerscheine umgetauscht werden. Wie der Stadt- und Landkreis Heilbronn sowie der Hohenlohekreis auf den Andrang vorbereitet sind.


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Deutschland steht vor einer der größten Umstellungen im Straßenverkehr seit Jahrzehnten. Rund 43 Millionen Führerscheine müssen bis 2033 in ein einheitliches, fälschungssicheres EU-Format überführt werden. Grundlage hierfür ist eine EU-Richtlinie, die europaweit für mehr Vergleichbarkeit und Sicherheit im Fahrerlaubniswesen sorgen soll.

Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) handelt es sich um eine der umfassendsten Verwaltungsaktionen im Verkehrssektor – ein „Generationenwechsel im Portemonnaie“, wie es aus Behördenkreisen heißt.

Nächste Umtauschfrist bis Januar 2026: Führerscheine von 1999 bis 2001 betroffen

Die Mammutaufgabe erfolgt schrittweise. Nun steht der nächste Stichtag unmittelbar bevor: Bis zum 19. Januar 2026 müssen alle Personen, deren Kartenführerschein zwischen 1999 und 2001 ausgestellt wurde, ihr Dokument umtauschen. Betroffen sind diesmal also die ersten Generationen der Kunststoffkarten – zuvor waren bereits die klassischen grauen und rosafarbenen Papierführerscheine an der Reihe.

Für die Verkehrsteilnehmer bleibt der Vorgang unkompliziert: Der Umtausch ist rein formal, eine erneute Fahrprüfung ist nicht erforderlich. Zum Termin bei der zuständigen Führerscheinstelle müssen lediglich das unterschriebene Antragsformular, Personalausweis oder Reisepass, ein aktuelles biometrisches Passfoto sowie der bisherige Führerschein vorgelegt werden. Die Kosten liegen laut ADAC bei etwa 25 Euro.

Allerdings mahnen einige Behörden zu frühzeitiger Planung. Wegen hoher Nachfrage könne es in vielen Regionen zu Warte- und Bearbeitungszeiten von mehreren Wochen kommen. Wie sich die Situation konkret im Stadt- und Landkreis Heilbronn sowie im Hohenlohekreis gestaltet, zeigt die folgende Übersicht.

Stadt Heilbronn: Antragstellung auch in Stadtteilen möglich

Die Führerscheinstelle der Stadt Heilbronn teilt mit, der Umtausch könne unkompliziert über alle Bürgerämter der Stadt und der Stadtteile erfolgen. Zusätzlich steht im Zentralen Bürgeramt ein Selbstbedienungsterminal bereit. Dort können für sechs Euro Passfoto, Unterschrift und Fingerabdrücke direkt digital erfasst werden.

Der neue EU-Führerschein wird nach der Produktion durch die Bundesdruckerei in Berlin per Einwurf-Einschreiben an die Meldeadresse versandt. Ein weiterer Behördenbesuch entfällt.

Wie viele Menschen im Stadtkreis Heilbronn vom Führerschein-Umtausch bis Anfang 2026 betroffen sind, lässt sich laut Pressestelle nicht genau beziffern. Die Zahl schwanke kontinuierlich aufgrund von Wohnsitzwechseln.

Landkreis Heilbronn: Antrag kann per Post gestellt werden – Bearbeitungszeit vier Wochen

Im Landkreis Heilbronn kann der Antrag direkt bei der Führerscheinstelle des Landratsamts oder in den Bürgerämtern der örtlichen Rathäuser gestellt werden. Einige Gemeinden erheben dafür eine zusätzliche Verwaltungsgebühr.


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Für alle, denen der Weg zur Behörde beschwerlich ist, bleibt die Möglichkeit, den Antrag auszudrucken und mit allen notwendigen Unterlagen per Post an das Landratsamt Heilbronn einzusenden. Eine persönliche Vorsprache ist dann nicht nötig. Nach Fertigstellung versendet die Bundesdruckerei den neuen Kartenführerschein direkt an die Wohnadresse.

Derzeit liegt die Bearbeitungszeit bei etwa vier Wochen, teilt der Landkreis mit. Erfahrungsgemäß steigen die Antragszahlen rund um die Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel deutlich an. Verzögerungen seien auch deshalb möglich, weil die Bundesdruckerei bundesweit produzieren und versenden müsse. Das Landratsamt rät daher zu einer frühzeitigen Antragstellung. Wer seinen Antrag rechtzeitig eingereicht habe, dürfe weiterfahren – auch wenn der neue Führerschein noch nicht bis zum 19. Januar im Briefkasten liege.

Hohenlohekreis: Landratsamt mahnt zur Eile bei Führerschein-Umtausch

Im Hohenlohekreis gibt es ebenfalls zwei Wege: Entweder wird der Antrag beim zuständigen Bürgermeisteramt gestellt — oder direkt bei der Führerscheinstelle im Landratsamt in Künzelsau. Wer sich an das Bürgermeisteramt wendet, kann zusätzlich den Direktversand wählen: Der neue EU-Kartenführerschein wird dann per Einschreiben direkt nach Hause geliefert.

Die Kreisverwaltung mahnt zur Eile. Besonders zum Fristende am 19. Januar sei mit stark steigenden Antragszahlen zu rechnen. Eine fristgerechte Ausstellung könne dann nicht mehr in jedem Fall gewährleistet werden. Wichtig sei außerdem, vollständige Unterlagen mitzubringen und das richtige Formular zu nutzen.

Bereits zu Jahresbeginn war die Führerscheinstelle im Hohenlohekreis zeitweise durch eine Antragsflut überlastet.

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