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Aktion "Earth Night": Mehrere Kommunen in der Region machen mit – Heilbronn aber nicht

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Städte und Bevölkerung schalten eine Nacht lang das Licht aus – das steckt hinter der Earth Night. Am Freitagabend (6. September) startet die Aktion, die auf ein bestimmtes Problem aufmerksam machen soll.


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Am späten Freitagabend ab 22 Uhr ist es soweit: Dann gehen in einigen Städten in Deutschland die Lichter aus. Der Grund: An diesem Tag findet die Aktion "Earth Night" statt, die ein Zeichen gegen Lichtverschmutzung setzen will. "Denn wir Menschen erhellen mit immer noch mehr und immer noch hellerem Licht die Nächte auf unserem Planeten und das schadet in vielerlei Hinsicht Umwelt, Mensch und Natur – letztlich dem gesamten Ökosystem", heißt es auf der Webseite der Organisatoren "Paten der Nacht" zur Erklärung.

Städte und Gemeinden sollen bei der Aktion ihre Außenbeleuchtung an Wahrzeichen und öffentlichen Gebäuden sowie Straßenlaternen ausknipsen, die Bevölkerung soll Außenlichter am Haus und im Garten löschen.

"Earth Night": Mehrere Städte und Gemeinden aus der Region Heilbronn nehmen teil

Langfristig wünschen sich die Organisatoren, dass Lampen so ausgerichtet werden, dass sie Richtung Boden strahlen und gelbliches Licht mit einer Farbtemperatur von maximal 2700 Kelvin genutzt wird.

Die Aktion findet seit 2020 immer im September statt, nahe am Neumond, der bereits am Dienstag (3. September) war. Nicht zu verwechseln ist sie mit der weltweiten Aktion "Earth Hour" im März, bei der das Licht eine Stunde lang ausgeschaltet wird.

In der Region machen Bad Wimpfen, Bad Rappenau, Talheim und Künzelsau bei der "Earth Night" mit und schalten städtische Außenbeleuchtungen aus.  

Lichtverschmutzung: Neckarsulm hat seine Außenbeleuchtung stark reduziert

Die Stadt Neckarsulm ist ebenfalls dabei und schaltet zwischen 1 und 5 Uhr die Straßenlaternen aus. Allerdings strahlt Neckarsulm auch in normalen Nächten seit längerem nicht mehr so stark, wie Stadtsprecher Andreas Bracht erklärt: Erst sei das Landesnaturschutzgesetz neu geregelt worden, das allzu helle Außenbeleuchtung verbietet, dann folgten die Energiesparverordnungen während des Ukraine-Kriegs.

Seitdem habe man die Außenbeleuchtung in Neckarsulm auf das "absolut notwendige Maß" reduziert, historische Gebäude wie das Deutschordensschloss oder die Sankt-Dionysius-Kirche werden nicht mehr angestrahlt. Während der "Earth Night" sei auch die Bevölkerung am Zug, Licht zu reduzieren, erklärt Bracht.

Keine "Earth Night" in Heilbronn: Zum Weindorf bleibt das Licht an

In Heilbronn gibt es dagegen ein Problem: Die Stadt nahm 2021 an der "Earth Night" teil und schaltete die Beleuchtung am Rathaus, an der Kilianskirche und am Bollwerksturm ab. Damals fand wegen der Corona-Pandemie aber nur eine Weindorf-Auslese statt.

Bereits im vergangenen Jahr fiel die Lichtspar-Aktion dann auf den ersten Freitag des Heilbronner Weindorfs. Daher erklärte die Stadt, man werde an der Aktion nicht teilnehmen, damit die abendliche Atmosphäre bei dem Weinfest erhalten bleibt. 

So ist das auch in diesem Jahr, wie eine Stadtsprecherin auf Anfrage erklärt. "Da das Weindorf bis 23 Uhr geöffnet ist, sollen auch die Kilianskirche und das Rathaus wie gewohnt beleuchtet sein." 

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