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Hype um Foodtrend

Ärger um Dubai-Schokolade: Lindt benennt Produkt nach Abmahnung um – so reagiert Lidl

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Ein Importeur der Trend-Schokolade geht juristisch gegen Eigenkreationen vor. Jetzt reagiert der Schokoladenhersteller Lindt – und benennt das Produkt kurzerhand um. Wie hält es Lidl?


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Die Dubai-Schokolade ist in den sozialen Medien viral gegangen. Nicht nur, weil die mit Pistaziencreme und Teigfäden gefüllte Süßigkeit vielen schmeckt. Sondern wohl auch, weil sie lange Zeit sehr teuer und schwer zu kriegen war. Das Original kostet stolze 15 Euro und war oft schnell vergriffen. 

Discounter legen jetzt mit günstigen Eigenkreationen nach: Bei Lidl gibt es die Dubai-Schokolade ab dem 13. Dezember in der Neckarsulmer Filiale zu kaufen. Auch Aldi Süd bringt seine Version heraus. Schokoladenhersteller Lindt hat eine limitierte Auflage seiner Kreation in die Läden gebracht.Jetzt geht ein Schokoladen-Importeur mit Abmahnungen wegen des Namens dagegen vor. Lindt reagiert – und was sagt Lidl vor Verkaufsstart in Neckarsulm dazu?

Ärger um virale Dubai-Schokolade: Lindt kassiert Abmahnung – so reagiert Lidl

Immer mehr Marken, darunter Lindt & Sprüngli, setzen auf eigene Varianten des Trendprodukts. Nun sah sich der Schokoladenhersteller gezwungen, auf rechtliche Vorwürfe zu reagieren und hat die beliebte Schokolade kurzerhand umbenannt. Fortan wird das Trendprodukt unter dem Namen „Dubai Style Chocolade“ vermarktet.

Die „Lindt Dubai Style Chocolade“ solle laut Mitteilung des Herstellers mit neuer Rezeptur „noch mehr Kundinnen und Kunden glücklich machen.“ So will das Unternehmen wohl den bisherigen Erfolg fortsetzen, jedoch unter einem Namen, der keinen geografischen Ursprung impliziert. Ab dem 13. Dezember wird die neue Schokolade in deutschen Lindt-Shops erhältlich sein.

Streit um Namen der Dubai-Schokolade: Worauf sich Lidl beruft

Und Lidl? Auf Stimme-Nachfrage teilt der Konzern mit: "Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir keine Angaben zu Äußerungen von Dritten machen möchten." Allerdings verweist eine Sprecherin auf eine Presseinformation des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI). Und der Verband äußert sich unmissverständlich.

Der BDSI weist darauf hin, dass als "Dubai-Schokolade" bezeichnete Schokoladenerzeugnisse auf der ganzen Welt hergestellt werden dürfen. Und schreibt deshalb: "'Dubai-Schokolade' ist kein Hinweis auf die Herkunft der Schokolade, sondern zwischenzeitlich ein Oberbegriff für eine bestimmte Rezeptur der Schokoladenfüllung."

Dubai-Schokolade: Süßwarenverband positioniert sich deutlich

In seiner Mitteilung beruft sich der Verband auf eine Einschätzung von Dr. Carsten Bernoth, Hauptgeschäftsführer des Süßwarenverbandes. Er sagt, dass "Dubai-Schokolade“ lebensmittelrechtlich als eine typische "Gattungsbezeichnung" anzusehen sei. "Der Name bezieht sich zwar auf ein geografisch umgrenztes Gebiet (Emirat Dubai), die Verbraucherinnen und Verbraucher verbinden damit aber eine Information zur Beschaffenheit des Erzeugnisses insbesondere zur Zusammensetzung der überwiegend nicht lokalen Zutaten."

Am Ende schließt der Verband mit einer klaren Positionierung: "Die 'Dubai-Schokolade' darf nicht nur in Dubai, sondern überall auf der Welt, also auch von deutschen Chocolatiers oder privaten Schoko-Fans hergestellt werden."

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