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Weite Aussicht
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Achteckturm auf Burgruine Weibertreu in Weinsberg wieder begehbar

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Auf der Burgruine Weibertreu in Weinsberg ist der Achteckturm wieder begehbar. Wer die 38 Holzstufen hinaufsteigt, dem eröffnet sich eine Aussicht weit ins Weinsberger Tal hinein.

Von Margit Stöhr-Michalsky
Die Burgruine Weibertreu in Weinsberg ist ein beliebtes Ausflugsziel im Raum Heilbronn.
Die Burgruine Weibertreu in Weinsberg ist ein beliebtes Ausflugsziel im Raum Heilbronn.  Foto: Berger, Mario

Blaue Sonnenschirme konkurrieren mit dem strahlend blauen Himmel, türkisfarbene Sitzkissen leuchten auf den Holzbänken. Rosenschalen und farbige Windlichter auf den Tischen ergänzen das dekorative Ambiente auf der Terrasse. Zahlreiche Besucher erklimmen an diesem Sommertag die Burg Weibertreu in Weinsberg.

Wer an diesem Tag gekommen ist, hat die Wahl: Zuerst einen Rundgang durch die Geschichte der Anlage zu tätigen und anschließend Kaffee, Kuchen, Sommercocktail oder Flammkuchen zu genießen, oder zuerst die grandiose Aussicht auf dem Achteckturm auf sich wirken zu lassen und danach gemütlich im Café zu verweilen.

Burgcafé auf der Weibertreu in Weinsberg mit neuer Pächterin

„Wir haben die zweite Variante gewählt und stärken uns zuerst“, sagen Ute und Klaus Michel aus Ludwigsburg unter einem Sonnenschirm. „Ich bin positiv überrascht, wie idyllisch es hier ist, und es gibt ein gutes kulinarisches Angebot“, meint der Ehemann.


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Seit Mai hat das Burgcafé mit Florica Monda eine neue Pächterin. Auf eine liebevolle Ausstattung und auf gutem Service legt sie Wert. „Ich mache das mit Herz“, sagt die aus Rumänien stammende Gastwirtin. Eine halbe Million Euro haben der Justinus-Kerner-Verein als Burgbesitzer und die Stadt Weinsberg im Jahr 2020 für den Kiosk-Neubau investiert, der nun eine Toiletten-Anlage beinhaltet. In der ehemaligen Kapelle finden weitere vier Tische Platz, um auch an kühleren oder regnerischen Tagen einkehren zu können.

Öffnungszeiten und Gebühr

Aktuelle Öffnungszeiten des Cafès ‘s Rickele bis Mitte September sind montags und dienstags von 10 bis 20 Uhr und mittwochs bis sonntags von 10 bis 21 Uhr. Die Burggebühr beträgt 3 Euro und ist zugunsten des Justinus-Kerner-Vereins zur Erhaltung der Burganlage gedacht.

Nach der Eröffnung des Neubaus im Frühjahr 2023 übernahm Pierre Gattinger bis März das neue Café ’s Rickele. Die Namensgebung geht auf die Ehefrau des romantischen Dichters und Arztes Justinus Kerner als tüchtige Gastgeberin zurück. „Wir haben mit der Bewirtung eine gute Lösung gefunden, die Aufenthaltsqualität auf der Burg ist uns für die Bürger und Gäste wichtig“, teilt Bürgermeisterin Birgit Hannemann mit.

Burgruine Weibertreu in Weinsberg: Achteckturm wieder begehbar

Zur Attraktion gehört auch wieder die Begehung des Achteckturms. 15.000 Euro investierte der Kernerverein, um ihn sicherungstechnisch nachzubessern. Wer die 38 Holzstufen hinaufsteigt, dem eröffnet sich eine Aussicht weit ins Weinsberger Tal hinein.

Der Achteckturm ist wieder geöffnet. 15.000 Euro investierte der Kernerverein, um ihn sicherungstechnisch nachzubessern.
Der Achteckturm ist wieder geöffnet. 15.000 Euro investierte der Kernerverein, um ihn sicherungstechnisch nachzubessern.  Foto: Stöhr-Michalsky, Margit

Ungewohnte Töne erfüllen das Areal. Acht Bläser der Alphorn-Freunde aus dem Saarland machen von einem Konzert in Amberg kommend spontan Station auf der Weibertreu. Ein Erinnerungsfoto in der historischen Kulisse muss sein und natürlich eine „Brotzeit“ im Café.

„Ich bin begeistert, dass das Café wieder geöffnet ist. Es ist sehr schön gemacht, ich komme gern hierher“, freut sich Durmus Türk. Mit Bekannten genießt er ein Plätzchen an der Burgmauer. Er wohnt seit mehr als 30 Jahren in Weinsberg. Er identifiziert sich mit der Stadt und seit vielen Jahren mit dem TSV Weinsberg. Er habe schon mal ehrenamtlich das Gestrüpp am Grillplatz entfernt, ergänzt Durmus Türk. „Die Nutzung des Grillplatzes an der Nordseite ist das nächste Projekt“, informiert Birgit Hannemann, die seit ihrem Amtsantritt Erste Vorsitzende des Kernervereins ist.

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