„Ich bin stolz auf das Ergebnis“ – Jonas Egner wird Bürgermeister in Jagsthausen
Jonas Egner ist mit 52,35 Prozent zum neuen Bürgermeister in Jagsthausen gewählt worden. Der 40-Jährige setzte sich in der Stichwahl gegen Marlon Schnur durch. Wie der Wahlabend ablief und was die Konkurrenten zum Ergebnis sagen.

Um kurz nach 18 Uhr ist der Platz vor dem Rathaus in Jagsthausen schon gut gefüllt. Das Interesse der Bürger ist groß, entscheidet sich am Sonntagabend bei der Stichwahl doch die Nachfolge von Roland Halter, der zuvor 40 Jahre Rathauschef in der Gemeinde war. Um kurz nach halb sieben steht dann fest: Der neue Bürgermeister heißt Jonas Egner. Knapp konnte der sich am Ende durchsetzen mit 52,35 Prozent, sein Konkurrent Marlon Schnur bekam 47,65 Prozent der Stimmen.
Jagsthausen hat gewäht: Jonas Egner wird neuer Bürgermeister
Insgesamt waren am Sonntag 1269 Frauen und Männer in Jagsthausen und 229 im Teilort Olnhausen wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung lag in der Gemeinde bei 50,1 Prozent, insgesamt wurden 745 gültige Stimmen abgegeben. „Ich bin glücklich und freue mich, dass es geklappt hat. Ich war sehr zuversichtlich“, sagt Egner. „Ich realisiere das noch nicht wirklich und muss da nochmal eine Nacht drüber schlafen“, so der 40-Jährige, der bei Kaufland in Neckarsulm als strategischer Einkäufer arbeitet und seit 2019 im Gemeinderat in Jagsthausen sitzt. 2024 wurde er zum ersten Stellvertreter von Halter gewählt.
Bürgermeister Jonas Egner: „Gemeinsam die Gemeinde weiterentwickeln“
Egner war ein Stück weit favorisiert in die Stichwahl gegangen, lag er doch beim ersten Wahltermin am 8. März schon vorne: Er holte damals 45,74 Prozent der Stimmen, sein Mitbewerber Marlon Schnur kam auf 33,21 Prozent – die erforderlichen 50 Prozent konnte keiner der beiden erreichen. „Ich bin stolz auf das Ergebnis“, sagt Egner mit Blick auf die Stichwahl, bedankt sich bei seiner Familie, Freunden und tatkräftigen Unterstützern. „Ich bin davon überzeugt, dass wir gemeinsam die Gemeinde weiterentwickeln können und freue mich auf die anstehenden Aufgaben.“
Als nächsten Schritt wolle Egner nun mit Roland Halter „in die Themen reinkommen“ und Gespräche mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern führen. „Ich möchte mir erst einmal einen Überblick verschaffen“, sagt Egner über den anstehenden Start in die achtjährige Amtszeit. Gefeiert werde der Wahlsieg „mit dem einen oder anderen Getränk“, so Egner, der zugibt, am Wahltag nervös gewesen zu sein und deshalb am Mittag zur Ablenkung noch einen langen Spaziergang mit der Familie gemacht habe.
Wahl in Jagsthausen: Viele Gratulanten und ein Arbeitsoutfit als Geschenk
Die Schlange an Gratulanten vor dem Rathaus ist nach der Bekanntgabe lang, auch Roigheims Bürgermeisterin Sandra Schöll, stellvertretend für den Bürgermeister-Sprengel des nördlichen Landkreises, spricht Grußworte. Der Liederkranz Olnhausen lässt mit dem Stück „Mein Baden-Württemberg“ und dem Olnhausener Heimatlied Musik sprechen.
Auch Marlon Schnur gratuliert dem Wahlsieger. Der 26-Jährige war in den letzten Wochen umtriebig, hatte viele Gespräche geführt und in den vergangenen Tagen noch mal alles in den Wahlkampf investiert. „Es hat nicht sein sollen. Ich habe aber viele Erfahrungen gewonnen, die mir weiterhelfen werden“, so Schnur, der sein Ziel, Bürgermeister zu werden, weiter verfolgen will. Jetzt möchte er sich erst einmal einen Job im öffentlichen Dienst suchen. Überreicht bekam Egner auch ein komplettes Arbeitsoutfit mit Gummistiefeln, Bauhelm, Warnweste und einer Schaufel – um Schlag- und Finanzlöcher zu schließen.
Und Roland Halter? Der spricht von einem „organischen Ende“ seiner Amtszeit. „Ich bin mir sicher, dass Jonas Egner seine Arbeit im Rathaus gut bewältigen wird. Ich danke auch Marlon Schnur, der für die Bürger eine gute Wahlalternative war.“ Seinem Nachfolger biete er jetzt eine „kollegiale Zusammenarbeit und Unterstützung“ an.
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