In Jagsthausen und Olnhausen waren am Sonntag insgesamt 1563 Bürgerinnen und Bürger zur Wahl aufgerufen. 827 Stimmzettel landeten in den Urnen. Unterm Strich steht damit eine Wahlbeteiligung von knapp 53 Prozent. Jonas Egner erhielt 45,74 Prozent, Marlon Schnur 33,21 Prozent. Dirk Hansen liegt bei 12,04 Prozent, David Janz erreichte 5,1 Prozent. Tanino Bellanca schaffte 2,67 Prozent.
Entscheidung vertagt: Neuer Bürgermeister in Jagsthausen wird in Stichwahl entschieden
Fünf Kandidaten waren bei der Bürgermeisterwahl in Jagsthausen angetreten, um die Nachfolge von Roland Halter anzutreten. Weil keiner der Bewerber die Schallmauer von 50 Prozent der Stimmen durchbrochen hat, kommt es zu einer Stichwahl.
Fünf Kandidaten hatten ihren Hut bei der Bürgermeisterwahl in Jagsthausen in den Ring geworfen. Wer der Nachfolger von Roland Halter wird, steht allerdings nach dem ersten Wahlgang am Sonntagabend (8. März) noch nicht fest. Keiner der fünf Männer erhielt die erforderlichen 50 Prozent der Stimmen. Am Sonntag, 29. März, treten Jonas Egner und Marlon Schnur also bei einer Stichwahl gegeneinander an.
Auszählung für die Landtagswahl nimmt viel Zeit in Anspruch
Bevor das Ergebnis verkündet wird, werden zuerst die Stimmzettel der Landtagswahl ausgezählt. Konzentriert legen die Wahlhelfer im Rathaus Stapel an, raunen sich Zahlen zu und kontrollieren gegenseitig die Ergebnisse. Im Gegensatz zu den vergangenen Wahlen ist die Arbeit diesmal etwas aufwendiger, denn erstmal gibt es die Möglichkeit, auch bei einem Direktkandidaten ein Kreuz zu machen. Dann erst sind die Unterlagen für die Entscheidung um den kommenden Rathauschef an der Reihe.
Mit dabei ist auch Roland Halter, der noch bis Ende April im Amt sein wird und heute Abend als Gemeindewahlleiter fungiert.

Zweikampf um das Bürgermeisteramt ist schnell klar
Während der Ortsteil Olnhausen und Jagsthausen schnell ausgezählt sind, hängt es im Briefwahlbezirk etwas. Als auch diese Ergebnisse übermittelt sind, geht es ans Auszählen der Stimmen für den künftigen Bürgermeister. Die potenziellen Amtsinhaber stehen da schon vor dem Rathaus – gemeinsam mit rund 300 Bürgerinnen und Bürgern – und warten auf das amtliche Endergebnis.
Auch dafür bilden die Wahlhelfer wieder mehrere Stapel aus den gelben Stimmzetteln. Schnell wird klar, in welche Richtung der Abend laufen wird: Die Stapel des gebürtigen Jagsthäusers Jonas Egner und des Kurpfälzers Marlon Schnur wachsen beständig in die Höhe. David Janz und Tanino Bellanca haben von vornherein keine Chance. Nur Dirk Hansen kann im Ansatz mithalten. Aber auch für ihn wird es nicht reichen, zu stark sind die beiden anderen Kandidaten, die praktisch davon galoppieren.
Stichwahl bedeutet viel Organisation
Um 19.45 Uhr ist dann klar: Es reicht weder für Egner noch für Schnur, eine Stichwahl wird nötig. Kurzes Aufstöhnen bei den Wahlhelfern im Rathaus, bedeutet das doch erneut viel Organisation im Vorfeld und am Abend selbst.
„Den Blumenstrauß lassen wir jetzt wohl drin“, sagt Roland Halter, bevor er nach draußen vor das Rathaus tritt, um den Ausgang der Wahl zu verkünden. In wenigen Sätzen erklärt der Bürgermeister das Ergebnis und die Konsequenzen daraus. Jonas Egner hat 45,74 Prozent der Stimmen geholt, sein Mitbewerber Marlon Schnur kommt auf 33,21 Prozent.
„Ich habe mit einer Stichwahl gerechnet.“Marlon Schnur
Marlon Schnur will in den kommenden drei Wochen „Vollgas“ geben
Der nimmt es gefasst auf. „Ich habe mit einer Stichwahl gerechnet“, sagt er direkt im Anschluss an die offizielle Bekanntmachung. „Auch wenn ich mir gewünscht hätte, nicht in die Stichwahl gehen zu müssen.“ Jetzt komme es noch mal darauf an, in den kommenden drei Wochen „Vollgas“ zu geben und die Stimmen zu ziehen, „die ich brauche, um über 50 Prozent zu kommen“.
Die Lust, der nächste Bürgermeister in Jagsthausen zu werden, sei nach wie vor sehr groß. „Ich freue mich darauf, von der Bevölkerung das notwendige Vertrauen zu bekommen“, sagt der 26-Jährige.
„Das Ergebnis ist trotzdem super für mich.“Jonas Egner
Jonas Egner hat mit Entscheidung in Stichwahl gerechnet
Auch Jonas Egner wirkt nicht verunsichert ob des Resultats, das ihn mit recht großem Abstand vorne sieht. Er habe vor der Verkündung ebenfalls mit einer Stichwahl gerechnet. „Aber das Ergebnis ist trotzdem super für mich“, so der 40-Jährige, der am Sonntag 376 Wählerinnen und Wähler von sich überzeugen konnte. Wie er die kommenden Wochen bis zur endgültigen Entscheidung am 29. März angehen wird, darüber müsse er in den nächsten Tagen allerdings noch nachdenken und einen Plan entwerfen.
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