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Bürgermeisterwahl in Jagsthausen: Marlon Schnur – ein Dirigent fürs Rathaus

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Bürgermeisterkandidat Marlon Schnur setzt auf solide Finanzplanung und klare Führung. Sein junges Alter sieht er als Vorteil für das Amt. 

Hat sich in den vergangenen Wochen vertraut gemacht mit Jagsthausen: Bürgermeisterkandidat Marlon Schnur.
Hat sich in den vergangenen Wochen vertraut gemacht mit Jagsthausen: Bürgermeisterkandidat Marlon Schnur.  Foto: Elfi Hofmann

„Der Junge wird mal Bürgermeister.“ Da war sich Marlon Schnurs Mutter schon relativ früh sicher. Als Kind, erinnert sich der 26-Jährige, habe sie ihm ein Was-ist-Was-Buch vorgelegt um herauszufinden, welches Instrument ihn am meisten interessiert. „Und ich habe auf den Dirigenten gezeigt.“ Jetzt könnte sich die Prophezeiung erfüllen, denn Schnur tritt als Kandidat bei der Bürgermeisterwahl in Jagsthausen an.

Bürgermeisterkandidat Marlon Schnur fühlt sich gut vorbereitet für das Amt

Die vergangenen Jahre hat der gebürtige Kurpfälzer, der in Edingen-Neckarhausen aufgewachsen ist, auf diese berufliche Laufbahn ausgerichtet. An der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg hat er Public Management studiert, hat einen Abschluss als Verwaltungsbeamter des gehobenen Dienstes und bereits eine Stelle als Kämmerer. Wenn der Wahlausgang zu seinen Gunsten entschieden wird, werde er die natürlich nicht antreten, sagt Marlon Schnur lächelnd. 

Auch wenn er nicht aus der Region stammt und mittlerweile in Schwetzingen lebt: „Ich stecke viel Herzblut in den Wahlkampf.“ Eine eigene Webseite ist bereits online, die Flyer werden demnächst verteilt. Der Respekt vor der Aufgabe als Bürgermeister sei groß. Sein junges Alter sieht Schnur, der CDU-Mitglied ist, aber als parteiloser Kandidat antritt, dabei als Vorteil – und verweist auf Parallelen zum amtierenden Rathauschef: Roland Halter war nur zwei Jahre älter, als er 1986 erstmals gewählt wurde.

Solider und nachhaltiger Umgang mit Gemeindefinanzen steht im Mittelpunkt

Inhaltlich setzt Schnur in seinem Wahlkampf auf mehrere Schwerpunkte. Die Entwicklung des Neubaugebiets Steinich in Olnhausen, der Erhalt und Ausbau der Infrastruktur sowie ein solider, nachhaltiger Umgang mit den Gemeindefinanzen: All das habe er im Blick, so Marlon Schnur. „Jagsthausen steht finanziell noch recht gut da. Aber die ganz großen Schritte sind nicht möglich.“

Deshalb erfordere es eine vorausschauende Planung sowie eine klare Führung, um Raum für notwendige Investitionen zu schaffen – etwa bei Infrastrukturprojekten oder der Weiterentwicklung des Neubaugebiets in Olnhausen.

Bürgersprechstunde im Dorfladen? Für Marlon Schnur eine gute Idee

Das Team im Rathaus sei „gut aufgestellt“, sagt Schnur. Im Falle eines Wahlsiegs wolle er jedoch ein Ratsinformationssystem einführen, um die Gemeinde auch digital zukunftsfähig aufzustellen. „Dafür braucht man kein IT-Unternehmen.“ Stattdessen setzt er auf pragmatische Lösungen, beispielsweise mit landeseigenen Plattformen. Die seien außerdem auch günstiger als Lösungen aus der privaten Wirtschaft. Digitale Souveränität und Sicherheit, so der 26-Jährige, seien ihm wichtig.

Genauso wie der Dorfladen. „Eine tolle Einrichtung und ganz wichtig für die Menschen im Ort.“ Bürgernähe versteht Schnur dabei ganz konkret. Eine Bürgersprechstunde in diesem zentralen Treffpunkt könne er sich gut vorstellen. „Die Hemmschwelle ist außerhalb des Rathauses einfach eine andere und niedriger.“

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