Audi in der Formel 1: „Wollen 2030 um die Weltmeisterschaft kämpfen“
Audi geht mit einem eigenen Team ab 2026 in der Formel 1 an den Start. Teamchef Mattia Binotto spricht über den aktuellen Stand der Vorbereitungen.
2026 steigt Audi in die Formel 1 ein. Das Projekt nimmt nun immer mehr Gestalt an. Mit Nico Hülkenberg (37) und Gabriel Bortoleto (20) stehen die Fahrer bereits fest. Das Duo startet 2025 noch für Sauber. Audi hat den Rennstall bereits komplett übernommen, 2026 wird die Truppe aus der Schweiz zum Werksteam. Der Aufbau des Personals aus Ingenieuren und Mechanikern ist ebenfalls voll im Gange.
„Wir sind am Beginn einer Reise, um Sauber in das Audi-Formel-1-Team und schließlich in ein Topteam zu transformieren“, sagte Sauber-Teamchef Mattia Binotto in einem Interview mit „Auto, Motor und Sport“.
Audi in der Formel 1: Team fehlen noch rund 200 Beschäftigte
„Wir stehen an Anfang unserer Reise“, sagt Binotto. „Unser Ziel ist es, 2030 um die Weltmeisterschaft zu kämpfen.“ Das Team sei noch nicht da, wo man hinwolle, der 55-Jährige. „Wir müssen noch eine Lücke von ungefähr 200 Leuten schließen“, berichtet der Italiener, der einst Teamchef von Ferrari war.

„Wir haben uns im letzten Jahr um 150 Mitarbeiter vergrößert und sind jetzt irgendwo bei einer Personalstärke von 700 Leuten.“ Das sein ein steiler Anstieg. Einstellungen allein seien aber nicht alles, „Wir müssen zu einem Team, zu einer Gemeinschaft zusammenwachsen“.
Audi-Antriebseinheit für die Formel 1 kommt komplett aus Deutschland
Direkt bei Audi entsteht die sogenannte Power Unit – die Antriebseinheit aus den elektrischen Motoren, Verbrennungsmotor, Batterie und dem passenden Energierückgewinnungssystem. Das alles wird am Standort Neuburg an der Donau von der Audi Formula Racing GmbH sowie Spezialisten aus weiteren Bereichen entwickelt werden.

Die Motoren werden bereits intensiv im Motorsportzentrum unweite des Stammsitzes Ingolstadt getestet. „Wir kommen planmäßig voran“, sagt ein Insider im Gespräch mit der Heilbronner Stimme. „Bei der Antriebseinheit machen wir sehr gute Fortschritte.“
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