Stimme+
Meinung
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Rettungsdienst in großer Not: Notwendige Reformen viel zu lange verschleppt

  
Erfolgreich kopiert!

Die Digitalisierung verschlafen, die Grundversorgung ausgedünnt und teils schwer zugänglich: Die Helfer im Rettungsdienst müssen ausbaden, was im Gesundheitssystem schief läuft, kommentiert unsere Autorin.


Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Jahrzehntelang wurden in Deutschland Probleme mit Geld gelöst, auch im Gesundheitswesen. Obwohl lange klar ist, dass die medizinische Versorgung sehr teuer, aber wenig effizient und die Menschen mitnichten gesünder sind als die europäischen Nachbarn, flossen Millionen: in Krankenhäuser, die ambulante Versorgung, das Rettungswesen. Damit hat man für Ruhe bei den jeweiligen Interessengruppen gesorgt, große Strukturreformen zum Besseren gab es aber nicht.

Alarm im Rettungsdienst: Helfer berichten von 90 Prozent Bagatellen 

Das rächt sich nun bitter. Bei den Krankenhäusern, von denen immer mehr in die Insolvenz rutschen, in der ambulanten Versorgung, in der immer mehr ältere Patienten in immer weniger Arztzeit auf Behandlung hoffen – und im Rettungsdienst. Von ihm zeichnen die Retter selbst ein besonders düsteres Bild, erzählen hinter vorgehaltener Hand von „bis zu 90 Prozent“ Alarmierungen wegen Bagatellen.

Es warten große Aufgaben auf Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) aus Baden-Württemberg.
Es warten große Aufgaben auf Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) aus Baden-Württemberg.  Foto: Jan Woitas

Muss Deutschland immer erst mit dem Rücken zu Wand stehen, bevor Innovationen über die Angst vor Veränderung siegen? Gesundheitsministerin Warken muss die Reform des Rettungsdienstes gemeinsam mit ihren Länderkollegen mit Eile angehen. Es ist inakzeptabel, wenn der Rettungsdienst, der für lebensbedrohliche Notfälle gedacht ist, ausbadet, dass die medizinische Grundversorgung an vielen Stellen nicht mehr funktioniert.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben