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Andrea Pichl erhält Ernst-Franz-Vogelmann-Preis 2026

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Die Berliner Konzeptbildhauerin Andrea Pichl erhält den Ernst-Franz-Vogelmann-Preis 2026. Eine fünfköpfige Jury hat entschieden. Warum die Aufarbeitung des Themas einer NS-Belastung von Namensgeber Vogelmann weiterhin Priorität hat.

Die Ost-Berliner Bildhauerin Andrea Pichl ist die nun siebte Trägerin des Ernst-Franz-Vogelmann-Preises für zeitgenössische Plastik.
Die Ost-Berliner Bildhauerin Andrea Pichl ist die nun siebte Trägerin des Ernst-Franz-Vogelmann-Preises für zeitgenössische Plastik.  Foto: Roman März

Mit der Berliner Künstlerin Andrea Pichl erhält eine bemerkenswerte Konzeptbildhauerin den Ernst-Franz-Vogelmann-Preis 2026. Mit 30.000 Euro dotiert, ist der alle drei Jahre verliehene Preis einer der höchst dotierten Preise in Deutschland für zeitgenössische Plastik.

Mit dem Preis verbunden ist eine Einzelschau in der Kunsthalle Vogelmann vom 25. April bis 6. September 2026. Pichl, Jahrgang 1964, aufgewachsen in Ost-Berlin, setzt sich mit der Architektur und Gestaltung der Nachmoderne auseinander.

Andrea Pichl erhält Ernst-Franz-Vogelmann-Preis 2026: Bedeutungswandel vor und nach der deutschen Wiedervereinigung

„Andrea Pichl macht in ihren Arbeiten den Bedeutungswandel des öffentlichen und privaten Lebens vor und nach der deutschen Wiedervereinigung erfahrbar. Den Begriff Skulptur bezieht sie dabei im erweiterten Sinn auf alle wirtschaftlichen, kulturellen und psychischen Aspekte des gesellschaftlichen Zusammenlebens“, so die Jury des von der Ernst-Franz-Vogelmann-Stiftung und den Städtischen Museen Heilbronn vergebenen Preises.

Die Jury diesmal besteht aus Ulla von Brandenburg, Professorin für Malerei und Grafik, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, Claudia Emmert, Direktorin Zeppelinmuseum Friedrichshafen, Carsten Probst, Freier Kunstkritiker und Schriftsteller aus Berlin, Gerhard Finkh, ehemaliger Direktor des Van der Heydt Museums Wuppertal, sowie Marc Gundel, Direktor der Städtischen Museen Heilbronn und Mitglied des Aufsichtsrats der Ernst-Franz-Vogelmann-Stiftung.


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Kunstpreis für Andrea Pichl: Über die aktuelle Diskussion zur NS-Belastung wurden Preisträger und Jury informiert

Seit Anfang April wird die NS-Belastung des Namensgebers – so das Ergebnis einer Studie, die die Stadt Heilbronn in Auftrag gegeben hatte, diskutiert. Die Aufarbeitung des Themas habe bei der Stiftung weiterhin Priorität, ließ Vorsitzende Barbara Flosdorf-Winkel auf Anfrage der Heilbronner Stimme mitteilen.

Zudem hätten Museum und Stiftung alle bisherige Preisträger sowie Andrea Pichl über die aktuelle Diskussion zur NS-Belastung des Stifters Vogelmann informiert und ihnen die Gemeinderats-Drucksachen zur Verfügung gestellt. Ebenfalls informiert sind die Jurymitglieder. 

 

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