Der Textilunternehmer Wolfgang Grupp, 1942 in Burladingen geboren, übernahm 1969 die von seinem Großvater gegründete Firma. Trigema stellt Wäsche, Freizeit- und Sportbekleidung her und wirbt damit, zu 100 Prozent „Made in Germany“ anzubieten. Anfang 2024 räumte Grupp den Chefposten und gab die Geschäftsführung an seinen Sohn und seine Tochter ab. Beide Kinder waren schon zuvor in der Firma tätig.
„Stand vor einer Leere“: Wolfgang Grupp spricht über Suizidversuch und Depressionen
Der Gesundheitszustand von Wolfgang Grupp machte im Juli 2025 Schlagzeilen. Mittlerweile geht der Ex-Trigema-Chef wieder ins Büro – und spricht offen über Suizidversuch und Depressionen.
Der 83-jährige Wolfgang Grupp gilt als einer der bekanntesten Unternehmer in Deutschland. Im Juli 2025 hatte sich der Ex-Trigema-Chef mit einem Brief an seine Mitarbeiter und an die Öffentlichkeit gewandt. Darin sprach er über seinen Suizidversuch und Altersdepressionen. Mittlerweile fühlt sich Grupp nach eigener Aussage wieder frei von Depressionen.
Ex-Trigema-Chef Wolfgang Grupp erklärt: Suizidversuch war „Kurzschlussreaktion“
„Damit könnte ich ja nicht leben“, sagte Grupp im Interview mit der „Wirtschaftswoche“. 55 Jahre habe er die Verantwortung für die Firma getragen und dann „alles abgegeben“.
„Ich stand vor einer Leere. Ich habe gedacht, dass ich nicht mehr gebraucht werde, beziehungsweise dass ich nicht mehr wichtig bin“, so Grupp. Der Suizidversuch war ihm zufolge „eine Kurzschlussreaktion, die ich nachträglich sehr bereut habe und sicherlich nicht wiederholen würde“.
Wolfgang Grupp ist nach Suizidversuch wieder zurück im Trigema-Büro
Mittlerweile gehe Grupp wieder regelmäßig im Büro arbeiten. Auch mit der Arbeit an seiner Biografie, die vor Ostern erscheinen soll, habe er sich in den vergangenen Monaten beschäftigt. „Natürlich ist es ruhiger bei mir geworden. Aber das ist auch schön in meinem Alter. Verantwortung kann auch eine Last sein.“
Er sei stolz auf seine Frau und seine Kinder, so Grupp. Seine Tochter wohne nebenan, sein Enkelkind sehe er jeden Tag. „Das ist schön.“
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