Steuerbetrug in Baden-Württemberg: Fahnder decken Millionenbeträge auf
Steuerfahnder in Baden-Württemberg haben im Jahr 2024 mit 366 Millionen Euro so viele hinterzogene Steuern aufgedeckt wie noch nie. Die wichtigsten Daten für 2024.
Die Steuerfahnder in Baden-Württemberg haben im vergangenen Jahr deutlich mehr nicht gezahlte Steuern aufgedeckt als noch im Vorjahr. 2024 kamen die Ermittler zu wenig gezahlten Steuern in Höhe von rund 366 Millionen Euro auf die Spur.
Fahnder decken Steuerbetrug in dreistelliger Millionenhöhe in Baden-Württemberg auf
Für die Steuerfahnder in Baden-Württemberg ist die Bilanz ein Erfolg: Sie deckten im Jahr 2024 etwa 44 Millionen Euro mehr auf als im Vorjahreszeitraum, wie Finanzstaatssekretärin Gisela Splett (Grüne) in Stuttgart anlässlich der Bilanz der Steuerverwaltung mitteilte. Sie sprach von wichtigen Erfolgen im Kampf gegen Geldwäsche und Steuerbetrug.
Steuerbetrug in Millionenhöhe aufgeflogen: Rekordergebnis für Baden-Württemberg
Auch die Auswertung von riesigen Datenmengen von verschiedenen Online-Marktplätzen, der Vermittlungsplattform Airbnb oder im Bereich des Online-Glücksspiels, um unversteuerte Einnahmen aufzuspüren, haben dem Fiskus zusätzliche Millionen eingebracht.
Die Sondereinheit für Steueraufsicht in Baden-Württemberg (SES) habe 2024 Mehrsteuern in Höhe von 38,8 Millionen Euro festgestellt, wie Splett weiter mitteilte. Dies sei ein Rekordergebnis gewesen. 2023 waren es 36,3 Millionen Euro und 2022 lediglich 16,4 Millionen Euro.
Corona-Testzentren und Spielautomaten 2024 im Visier der Steuerfahndung
Im vergangenen Jahr seien vor allem Daten von Corona-Testzentren und Glücksspielautomaten im Visier der Prüfer gewesen. So wurden in der Vergangenheit gleichfalls schon an verschiedene Online-Marktplätzen Sammelauskunftsersuchen gerichtet.
Die dadurch an die Finanzverwaltung übermittelten Daten wurden von der SES aufbereitet und als Kontrollmaterial an die Finanzämter weitergeleitet. Bei der seit 2014 bestehenden SES sind arbeiten Finanzfachleute und Informatiker Hand in Hand.
Stimme.de