„Flammen waren riesig“: Anwohnerin schildert Lagerhallen-Brand in Oberstenfeld
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Am Sonntagnachmittag brennt eine Lagerhalle auf dem früheren Werzalit-Gelände in Oberstenfeld. Eine Anwohnerin berichtet, wie sie das Feuer erlebt hat – und der Eigentümer des Geländes, wie es jetzt weitergeht.
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Auf Bildern ist zu sehen, dass hauptsächlich das Innere der Halle gebrannt hat, wobei das Dach in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Die Halle auf dem ehemaligen Werzalit-Gelände: Die Innenräume im vorderen Bereich standen am Sonntagnachmittag in Flammen. Auch das Dach wurde in Mitleidenschaft gezogen.
Foto: Christoph Donauer
Brand auf Ex-Werzalit-Gelände in Oberstenfeld: Anwohnerin schildert Einsatz
Eine Anwohnerin in der Kreuzstraße hat den Einsatz der Feuerwehrleute beobachtet. Ihre Wohnung liegt direkt hinter dem Zaun des Werksgeländes. „Die Flammen waren riesig“, sagt sie. Die Einsatzkräfte seien etwa um 14 Uhr vor Ort gewesen und seien erst gegen 19 Uhr wieder abgerückt, schildert die Anwohnerin. „Die waren ewig im Einsatz.“
Die Frau hat auch die Wetterlage im Blick. „Zum Glück hatten wir nicht so einen Wind wie am Samstag.“ Womöglich hätte sich das Feuer dann weiter ausbreiten können, vermutet sie. Die Bevölkerung wurde über die Warn-App Nina wegen der starken Rauchentwicklung aufgefordert, drinnen zu bleiben.
Eigentümer nach Brand in Oberstenfeld: Lagerhallen mehrerer Firmen betroffen
Bei den umliegenden Firmen geht die Arbeit am Tag danach unvermindert weiter. Vom Brand hat ein Arbeiter vor Ort mitbekommen, wer genau die betroffene Firma ist, kann er jedoch nicht sagen.
Das gesamte Gelände gehört seit 2019 der Levkas GmbH, einer Tochter der Volksbank Backnang. „Wir haben heute morgen alle Mieter angeschrieben und über den Brand informiert“, sagt Wolfgang Matt, Geschäftsführer der Levkas. Er war bei dem Einsatz selbst vor Ort. „Auf dem Gelände befinden sich Lagerflächen.“ Von dem Brand seien mit Sicherheit mehrere Firmen betroffen.
Wegen der starken Rauchentwicklung bei dem Brand der Lagerhalle in Oberstenfeld wurde die Bevölkerung gebeten, drinnen zu bleiben.
Foto: privat
Polizei beziffert Sachschaden auf 750.000 Euro – Gebäude in Oberstenfeld einsturzgefährdet
Die Polizei habe die Halle nun versiegelt, als nächstes komme wohl ein Gutachter der Versicherung. „Dann muss entschieden werden, ob man das Dach der Halle noch repariert oder ob sie abgerissen wird“, erklärt Matt. Er gehe eher vom Abriss aus. Auf dem früheren Gelände der Firma Werzalit soll künftig ein Neubaugebiet entstehen.
Zur Brandursache sei aktuell noch nichts bekannt. „Das würde uns auch interessieren“, so Matt. Das Polizeipräsidium in Ludwigsburg beziffert den Sachschaden auf etwa 750.000 Euro. Aktuell sei das Gebäude einsturzgefährdet und dürfe deshalb nicht betreten werden.
Nach Brand in Oberstenfeld: Polizei bittet um Zeugenhinweise
Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Marbach am Neckar unter der Telefonnummer 07144 900-0 oder per E-Mail an marbach-neckar.prev@polizei.bwl.de zu melden.
Die Firma Werzalit wurde 1924 von Jakob Friedrich Werz in Oberstenfeld gegründet und entwickelte sich über Jahrzehnte zu einem bedeutenden Hersteller von Holzwerkstoffen und Bauelementen. Das Unternehmen prägte den Ort fast 100 Jahre lang als größter Arbeitgeber mit zeitweise rund 700 Beschäftigten. Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten und einem Insolvenzverfahren im Jahr 2018 wurde die Produktion im Oberstenfelder Stammwerk 2019 eingestellt. Heute dient das Gelände teilweise anderen Nutzungen, während das deutsche Hauptwerk im thüringischen Eichsfeld angesiedelt ist.
Das ehemalige Firmenareal in Oberstenfeld wird derzeit zu einem urbanen Wohn- und Gewerbegebiet entwickelt. Rund 1300 Menschen sollen dort in Zukunft leben.
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