Start für Bau der Quartiersgarage auf dem Areal Bottwarwiesen in Oberstenfeld
In Oberstenfeld soll ein neues Quartier der kurzen Wege entstehen. Für die rund zwölf Hektar großen Bottwarwiesen, ein früheres Gewerbeareal, ist Wohnen und Arbeiten gleichermaßen vorgesehen. Zudem sollen neue Blickachsen zu markanten Bauwerken geschaffen werden - so auch zur Burg Lichtenberg.

Auf dem städtebaulichen Areal Bottwarwiesen in Oberstenfeld wird eine Quartiersgarage errichtet. Der Bau des Parkhauses ist dieser Tage gestartet – quasi im Stillen, ohne großes Aufheben. „Es ist ein erster Schritt zur Entwicklung des geplanten Quartiers“, sagt der stellvertretende Bürgermeister von Oberstenfeld, Michael Meder. Bis Sommer 2027 soll die Quartiersgarage fertiggestellt sein. Sie werde in halbgeschossiger Bauweise als Hochgarage errichtet und 186 Stellplätze bieten, erklärte Hannah Ewinger, Sprecherin des Rathauses.
Die sogenannten Bottwarwiesen umfassen das frühere Betriebsgelände des Holzwerkstoff-Unternehmens Werzalit. Das zwölf Hektar große Areal ist im Jahr 2019 von der Levkas GmbH erworben worden. Der Projektentwickler ist ein Unternehmen der Volksbank Backnang. Nach Angaben von Meder soll der frühere Gewerbestandort städtebaulich zum Lebensort entwickelt werden, an dem Wohnen möglich ist und wo Arbeitsplätze, Bildungseinrichtungen und Erholungsangebote über kurze Wegen miteinander verbunden werden sollen.
Städtebaulicher Entwurf strebt neue Sichtachsen an
Ein städtebaulicher Entwurf liegt bereits vor. Die Bebauungspläne müssen teilweise noch angepasst werden. Ein angestrebter Effekt bei der Entwicklung des für Oberstenfeld so wichtigen Areals ist laut städtebaulichem Entwurf, dass neue Sichtachsen in der Gemeinde geschaffen würden. So sollen Blickbeziehungen zur Dorfkirche im Ortskern, zur Cyrakuskirche in Gronau und zur Peterskirche im Nordwesten hergestellt werden. Vor allem aber soll die Burg Lichtenberg im Südosten besser freigestellt und anvisiert werden können.
Die Burg aus der Stauferzeit erhebt sich über Oberstenfeld und dem Bottwartal. Erstmals erwähnt wurde sie in Verbindung mit den Herren von Lichtenberg in einer Urkunde aus dem Jahr 1196. Die Burganlage gilt als besonders gut erhalten und bietet weite Ausblicke, die bei guter Sicht bis nach Stuttgart reichen können.

Führungen Die Burg ist in Privatbesitz und nicht öffentlich zugänglich, kann aber für Veranstaltungen, wie Hochzeiten oder Firmenfeiern gemietet werden. Die Gelegenheit, hinter die Burgmauern zu schauen, bieten auch die jeweils am ersten Sonntag eines Monats stattfindenden Burgführungen. Organisiert werden sie von Rainer Wiedmann, der sich die Burg und ihre Geschichte zum Hobby gemacht hat.
Die Burg öffnet sich wieder Anfang Oktober für Besucher
Sein umfangreiches Wissen zur Burg teilt er während der zweistündigen Führungen. Der nächste Rundgang ist für den 5. Oktober von 14 bis 16 Uhr angekündigt. Eine Anmeldung ist unter der Nummer 0179 5273846 notwendig, da die Führung stark nachgefragt sind.
Im Rathaus von Oberstenfeld besteht unterdessen weiter die Hoffnung, dass sich die Burg mehr öffnet. So hat es beispielsweise konkrete Pläne für einen Biergarten an der Burg gegeben. Leider sei das Vorhaben bisher aber nicht vorangekommen, bedauert der stellvertretende Bürgermeister Meder.
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