Günzburg

Kripo ermittelt nach Legoland-Unfall - Achterbahn wird geprüft

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Nach dem schweren Achterbahn-Unfall mit 31 Verletzten im Legoland im schwäbischen Günzburg haben die Ermittlungen zur Ursache begonnen. Bislang ist ungeklärt, ob ein technischer Defekt oder ein Fehler des Personals Ursache war.

Von dpa
Rettungskräfte stehen am Legoland. Bei einem Unfall auf einer Achterbahn in dem Freizeitpark im schwäbischen Günzburg sind mehrere Menschen verletzt worden.
Rettungskräfte stehen am Legoland. Bei einem Unfall auf einer Achterbahn in dem Freizeitpark im schwäbischen Günzburg sind mehrere Menschen verletzt worden.  Foto: Mario Obeser (dpa)

Nach dem schweren Achterbahn-Unfall mit 31 Verletzten im Günzburger Vergnügungspark Legoland ermittelt die Kriminalpolizei Neu-Ulm. Eingetragen ist das Verfahren unter dem vorläufigen Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung, gegen einen oder mehrere konkrete Beschuldigte richtet sich dieses bislang nicht. Das sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd in Kempten am Freitag auf Anfrage.

Die Ermittlungen könnten noch mehrere Monate dauern

Sprecher von Polizei und Staatsanwaltschaft sagten am Freitag, dass die Erstellung des Unfallgutachtens wohl einige Wochen oder gar Monate dauern werde. Erst danach gebe es Klarheit über den Grund des Unglücks in dem Freizeitpark.

Bislang ist ungeklärt, ob ein technischer Defekt oder ein Fehler des Personals Ursache war. Keiner der beiden Züge entgleiste, es fiel auch kein Fahrgast heraus. Ein Ermittlungsverfahren ist nach derartigen Unfällen übliches Prozedere. Die Staatsanwaltschaft Memmingen hatte sich noch am Donnerstagabend in dem Freizeitpark einen ersten Überblick verschafft.


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Am Donnerstagnachmittag war ein Zug der Achterbahn «Feuerdrache» in dem Freizeitpark auf einen vorausfahrenden Zug aufgefahren und hatte in der Folge 31 Menschen verletzt - einen davon schwer. Am Freitag wollten Beamte der Kriminalpolizei zusammen mit dem von der Staatsanwaltschaft beauftragten Gutachter die Achterbahn begehen. «So lange ist der Betrieb untersagt», sagte Polizeisprecher Dominic Geißler. Wann die Achterbahn wieder freigegeben werde, sei noch unklar. Die Ermittler wollten auch mit der Befragung von Zeugen beginnen. «Da steht viel Arbeit an für die Kripo Neu-Ulm.»

Das Legoland wurde nach Angaben des Unternehmens unterdessen am Freitag wieder normal geöffnet. Der Themenbereich «Land der Ritter», in dem sich die Achterbahn befindet, sei aber noch gesperrt, sagte eine Sprecherin.

Bei dem Unfall wurden zehn Kinder, ein Jugendlicher und 20 Erwachsene verletzt. Details über den Gesundheitszustand waren zunächst nicht bekannt.


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