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Gastro-Tipps auf Instagram: So verdient eine Stuttgarterin als "Foodfluencerin" ihr Geld

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Yulia Slavinskaya ist in den Sozialen Netzwerken als "thisisyules" bekannt. Dort postet sie Restaurant-Tipps, vorwiegend aus dem Raum Stuttgart. 


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Mit Essen gehen Geld zu verdienen, klingt wohl für viele Menschen nach einem Traumjob. Lange war dieses Privileg Restaurant-Kritikern vorbehalten. Doch nun gibt es die sogenannten Foodfluencer. Sie veröffentlichen Videos und Fotos von Lokalen und Cafés, von dem dortigen Essen – und von sich selbst beim essen. Hunderttausende Menschen schauen sich die Inhalte in den Sozialen Netzwerken an. So verdienen sie ihr Geld. 

Eine von ihnen ist Yulia Slavinskaya. Auf Instagram nennt sie sich "thisisyules" (deutsch: das ist Yules). Rund 235.000 Menschen folgen ihr auf dieser Plattform. Die 29-Jährige mit dem blonden Pony und dem schwarzen Lidstrich testet gerne neue Einrichtungen und gibt Gastro-Tipps. 

Yulia Slavinskaya verdient ihr Geld als Influencerin. Ihre Inhalte bestehen vorwiegend aus Gastro- und Reise-Tipps.
Yulia Slavinskaya verdient ihr Geld als Influencerin. Ihre Inhalte bestehen vorwiegend aus Gastro- und Reise-Tipps.  Foto: privat

Foodfluencerin Yules aus Stuttgart: "Ich esse tatsächlich alles"

"Ich esse tatsächlich alles. Das ist sehr hilfreich in diesem Job", sagt sie und lacht. Eine besondere Schwäche hat sie allerdings für Sushi, Thailändisch oder auch Pasta und Pizza. Im Gespräch mit der Heilbronner Stimme räumt sie direkt mit einem Vorurteil auf: Für ihr Essen bezahlt sie meistens selbst. Bezahlte Restaurant-Kooperationen nehme sie nur sehr selten an. Auch wenn sie von Anfragen überflutet wird. Aber so kann sie sich sich ihre kreative Freiheit bewahren und selbst entscheiden, was sie postet. Wenn's nicht schmeckt, postet sie nichts, sagt Yules. 

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Foodfluencerin "Thisisyules" gibt Gastro-Tipp für Heilbronn

Häufig nimmt sie Freundinnen oder Freunde mit, wenn sie ein Lokal austestet. Die Dreharbeiten dauern in der Regel nur wenige Minuten. Dabei achtet sie darauf, nicht verschwenderisch mit Bestellungen umzugehen. "In der Regel kommt alles weg", erklärt Yules. Und, fügt sie hinzu: "Ich muss eh dreimal am Tag essen."

Die meisten Videos entstehen in Stuttgart, ihrer Studienstadt und Wahlheimat. Sie beschreibt die Stadt als heimelig. "Ich mag es, dass man alles erlaufen kann", erklärt Slavinskaya. Auch in Heilbronn ist sie ab und zu, da sie dort Freunde hat. Von der Gastroszene sind ihr besonders das Charivari in der Gymnasiumstraße und das Café "Erstmal Kaffee" in Erinnerung geblieben. "Ich fand die Atmosphäre ziemlich cool", sagt sie, und der Kaffee habe sehr gut geschmeckt. 

Wie wird man eigentlich Foodfluencerin? 

Aber wie kommt man überhaupt zu so einem Job? Angefangen hat alles im Jahr 2020, als Yules anfängt Videos auf der Kurzvideo-Plattform Tiktok hochzuladen. "Ich habe schnell gemerkt, dass Tipp-Formate gut ankommen", sagt sie. Darum macht sie das seit rund zwei Jahren auch hauptberuflich. Ein Management und ab Dezember auch eine Persönliche Assistentin koordinieren ihre Termine und ihr Privatleben.

Auch finanziell hat sich das Wagnis der Selbstständigkeit gelohnt. "Ich verdiene auf jeden Fall mehr, als ich in meinem Bürojob verdient habe", berichtet Slavinskaya. Das Geld kommt vor allem durch Anzeigen oder Zusammenarbeit mit Marken in die Kasse. 

Inhalte weiterentwickeln: Gastro-Tipps treffen auf Reise-Videos

In den Sozialen Netzwerken gibt es immer mehr Accounts wie ihrer. Was sie davon abhebt, seien ihre kurzen, knackigen Videos, meint Yules. Und: "Viele sagen, ihnen gefällt meine Stimme." Auch vom oft gefürchteten Algorithmus fühlt sich Slavinskaya nicht bedroht. Ungefähr einmal am Tag lade sie ein Video hoch. Mehr gehe auch kaum, wenn man hochwertige Inhalte liefern will. Für sie gelte der Grundsatz "Qualität über Quantität".

Über die Jahre hat sich ihr Inhalt automatisch weiterentwickelt. Mittlerweile ist sie auch viel unterwegs und nimmt ihre Follower auf ihre Reisen mit. Erst gestern sei sie aus Innsbruck gekommen, berichtet Slavinskaya. Morgen gehe es direkt weiter nach Berlin. 

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