Nach Suizidversuch
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Ex-Trigema-Chef Wolfgang Grupp spricht über seinen Weg aus der Depression

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In einem Interview spricht der ehemalige Trigema-Chef Wolfgang Grupp über seine weiteren Pläne für die kommende Zeit und wie er mittlerweile über seinen Suizidversuch denkt.


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„Für mich ist das abgehakt.“ Der Ex-Trigema-Chef Wolfgang Grupp spricht in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung über seinen Suizidversuch und wie er mittlerweile damit umgeht. Neben politischen und wirtschaftlichen Themen geht es auch um sein Privatleben.

Wolfgang Grupp nach Trigema-Übergabe: Fühlte sich nicht gebraucht

Der 83-Jährige gilt als einer der bekanntesten Unternehmer Deutschlands. Im Juli 2025 hatte er sich mit einem Brief an seine Mitarbeiter und auch an die Öffentlichkeit gewandt und sprach darin über seinen Suizidversuch sowie die Altersdepressionen. Er habe sich nicht mehr gebraucht gefühlt, hat er zugegeben. Mittlerweile sei er nach eigener Aussage aber wieder frei von Depressionen.

„Spontane Entscheidung“ – Wolfgang Grupp bereut Suizidversuch

Wie er schon in einem früheren Interview erklärt hat, sei sein Suizidversuch eine „Kurzschlusshandlung“ gewesen. Nach 55 Jahren habe er die Firma an seine Frau und seine Kinder verschenkt. Das Gefühl gebraucht zu werden, das ihn die ganzen Jahre als Chef begleitet hatte, fiel weg, das musste er erst einmal verkraften. Trotzdem war die Entscheidung spontan. Er sagt aber auch, die Entscheidung würde er heute nicht mehr treffen. „Der Suizid war ein Ausreißer, eine spontane Entscheidung, die ich anschließend sehr bereut habe.“

Keine fachliche Hilfe nach Suizidversuch für Wolfgang Grupp

Ob er fachliche Hilfe in Anspruch genommen hat, verneint Grupp. Er habe es zwar versucht, aber „dann habe ich gesagt: Das halte ich nicht aus“, sagt er im Interview. „Ich habe einen Fehler gemacht, und das war erledigt.“ Was ihn allerdings überrascht, ist, wie weit verbreitet das Thema in der Bevölkerung ist. Er erhalte Zuschriften von Bürgern, die in einer ähnlichen Situation waren wie er.

Seinen Fokus lege der Unternehmer jetzt auf seinen vor kurzem geborenen Enkel und auf die Planung seiner Beerdigung. Darüber habe er sich aber auch schon Gedanken vor seinem Suizidversuch gemacht. Dass er schon alles haarklein plant, hänge nicht damit zusammen, dass er das Grab demnächst füllen möchte. Ihm sei es wichtig zu wissen, „wo ich einmal liegen werde.“ Deshalb gibt es an seinem Grab auch bereits eine Plakette mit seinem Namen und dem Geburtsdatum.

Interview mit Wolfgang Grupp: Kurz vor 84. Geburtstag

Das Interview entsteht kurz vor dem Erscheinungsdatum seiner Biografie (31. März), die er gemeinsam mit Volker ter Haseborg, Chefredakteur der „Wirtschaftswoche“, geschrieben hat. Dem Suizidversuch ist dabei ein ganzes Kapitel gewidmet. Auch feiert der Unternehmer, der mittlerweile wieder regelmäßig ins Büro geht, seinen 84. Geburtstag am 4. April. Auf die Frage, ob eine größere Feier geplant sei, antwortet er: „Nein, da gibt es nichts Besonderes.“ Aber vielleicht gehe er mit seiner Frau und Kindern abends essen.

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