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Bosch macht 2025 weniger Gewinn – und erwartet erneut schwieriges Jahr

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Der Autozulieferer Bosch bleibt in der Krise. Vorstandschef Stefan Hartung zeichnet ein düsteres Bild. In Deutschland wünscht er sich einen breiteren Zuspruch gegenüber Neuerungen und weniger Bürokratie.


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Bei Bosch gibt es auch im neuen Jahr erst einmal keine guten Nachrichten. Erst im September hatte der Konzern angekündigt, rund 13.000 weitere Stellen abbauen zu wollen, vor allem in Deutschland. Der Konzern hat 2025 deutlich weniger Vorsteuergewinn gemacht als geplant. Das sagte Vorstandschef Stefan Hartung der „Zeit“.

Weniger Gewinn bei Bosch 2025 – Aussichten für 2026 nicht gut

Der Gewinn bleibe deutlich hinter den eigenen Plänen zurück und falle geringer aus als im Vorjahr, so Hartung. 2024 lag der Bosch-Vorsteuergewinn bei gut drei Milliarden Euro, der Umsatz des weltgrößten Autozulieferers betrug gut 90 Milliarden. Die vollständigen Geschäftszahlen will Bosch am 30. Januar vorlegen. 

Die Aussichten für 2026 seien ebenfalls nicht gut, sagte Hartung weiter. Einerseits koste der sozialverträgliche Stellenabbau viel Geld.Zudem werde sich 2026 seiner Meinung nach das Wachstum in China und den USA abschwächen. Für Europa und insbesondere Deutschland seien die Prognosen ohnehin nicht gut.

Bosch-Chef würde Arbeitszeiten gerne flexibler gestalten

Bosch stecke nicht in einer fundamentalen Krise, sei aber in einer anspruchsvollen Phase, sagte Hartung im „Zeit“-Interview. Deshalb brauche es nun politische Reformen, um weiterhin führend in vielen Technologiefeldern zu bleiben. Unter anderem sprach der Vorstandschef sich dafür aus, Arbeitszeiten flexibler zu machen.

In China würden die Menschen zur Not zwölf Stunden am Tag an sechs Tagen die Woche arbeiten. „Da stellt sich für Deutschland schon die Frage: Reichen 40 Stunden in jeder Situation, um in der Welt mitzuhalten?“

Bosch-Chef: „Gesellschaftliche Akzeptanz für Innovationen steigern“

Bosch-Chef Hartung wünscht sich zudem einen breiteren Zuspruch gegenüber Neuerungen. „In Deutschland müssen wir die gesellschaftliche Akzeptanz für Innovationen steigern“, wird Hartung in einer Mitteilung des Stuttgarter Unternehmens zitiert. Um Innovationen auf die Straße zu bringen, bräuchte es allerdings die passenden Rahmenbedingungen. „Dazu gehören etwa Maßnahmen wie steuerliche Entlastung für Investitionen in innovative Technologien, mehr Agilität und weniger Bürokratie“, so der 59-Jährige.

Anlass für Hartungs Aussagen sind die Ergebnisse des aktuellen Bosch Tech Compass, der das Verhältnis von Menschen zu Technologie untersucht unter anderem zeigt: Bürokratische Vorschriften gelten aus Sicht der Befragten aus verschiedenen Ländern als die größte Innovationsbarriere (41 Prozent), speziell in Deutschland sehen das sogar 65 Prozent der Umfrageteilnehmer so.

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