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Verdi-Warnstreik bei Deutscher Post – Streikende auch in Heilbronn

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Die Gewerkschaft Verdi pocht in vielen Branchen auf mehr Geld. Von einem Warnstreik betroffen ist am Dienstag auch die Deutsche Post – und mehrere Städte in Baden-Württemberg, darunter Heilbronn.

von unserer Redaktion und dpa

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Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post setzt die Gewerkschaft Verdi auf Warnstreiks, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Beschäftigte in Großstädten und größeren Städten in allen Bundesländern seien am Dienstag zu vollschichtigen Warnstreiks aufgerufen, teilte Verdi in Berlin mit.

Verspätungen durch Warnstreiks bei Deutscher Post – auch Heilbronn und Baden-Württemberg betroffen

Es werde zu Ausfällen und Verzögerungen bei der Zustellung von Paketen und Briefen kommen. Verdi-Vize Andrea Kocsis begründete den Schritt damit, dass die zweite Verhandlungsrunde in der vergangenen Woche keine greifbaren Ergebnisse gebracht hätten. Von den Warnstreiks sind auch private Busunternehmen betroffen. Das hat Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr in Heilbronn.

Der eintägige Warnstreik bei der Post und DHL betrifft auch in Baden-Württemberg mehrere Städte. Unter anderem wird in den Regionen Stuttgart, Reutlingen, Konstanz, Karlsruhe, Mannheim, Ravensburg und Freiburg gestreikt, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. In Heilbronn haben sich nach Stimme-Informationen am Dienstagmorgen (9.30 Uhr) 63 Streikende versammelt, es seien aber noch nicht alle eingetroffen. Die exakten Auswirkungen sind noch unklar.

Warnstreiks bei der Deutschen Post: Diese Niederlassungen in Baden-Württemberg sind betroffen

  • Stuttgart mit den Standorten Waiblingen, Ludwigsburg, Backnang, Göppingen, Schwäbisch Gmünd und Esslingen
  • Reutlingen mit den Standorten Nürtingen, Konstanz, Freudenstadt, Spaichingen
  • Mannheim mit dem Standort Heidelberg
  • Ravensburg mit den Standorten Friedrichshafen, Überlingen, Bad Saulgau, Wangen, Baienfurt, Biberach, teilweise Neu-Ulm
  • Freiburg mit den Standorten Offenburg, Waldkirch, Kehl, Achern
  • Karlsruhe mit den Standorten Bruchsal, Pforzheim, Heilbronn, Obersulm, Neuenstadt, Bad Friedrichshall

Zwar laufen die Streiks laut Verdi nur an ausgewählten Zustellstützpunkten, Auswirkungen wird es in der Zustellung von Paketen und Briefen jedoch überall geben.

Tarifverhandlung mit Verdi: Warnstreik bei der Deutschen Post

Verdi pocht auf ein Entgeltplus von sieben Prozent und zusätzliche Urlaubstage. Dass die Arbeitgeber diese Forderungen als nicht finanzierbar abgelehnt hätten, sei „nicht akzeptabel“, so Kocsis. „Nur mit deutlichen Lohnsteigerungen für die Beschäftigten lassen sich die noch immer hohen Lebenshaltungskosten bewältigen.“ Die Botschaft der Warnstreiks sei klar, sagte Kocsis. „Wir meinen es ernst, und wir sind bereit, für unsere Forderungen zu kämpfen.“ 

Die Deutsche Post hat in ihrem Brief- und Paketgeschäft rund 170.000 Tarifbeschäftigte im Inland, sie gehört zum Logistikkonzern DHL. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 12. und 13. Februar angesetzt.

In den Tarifverhandlungen stellt die Post den Spielraum für Lohnerhöhungen als „sehr gering“ dar, weil die Briefmengen im Digitalzeitalter schrumpfen und der Investitionsbedarf groß sei. Zum Jahresbeginn hatte sich der Briefversand im Schnitt um 10,5 Prozent verteuert, das Porto für einen Standardbrief beträgt seither 95 Cent und nicht mehr 85 Cent. Die Portoerhöhung hatte die Bundesnetzagentur dem Unternehmen erlaubt. Aus Sicht der Firma war das zu wenig, sie hatte auf einen größeren Preisaufschlag gehofft. 

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