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Boykott wegen Handelsstreit? Diese beliebten Produkte kommen aus den USA

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Angesichts des Zollstreits wollen manche Deutsche Produkte aus den USA boykottieren. Doch welche Produkte haben eine US-amerikanische Herkunft? 

Auf dem deutschen Markt gibt es so einige Produkte mit US-amerikanischer Herkunft.
Auf dem deutschen Markt gibt es so einige Produkte mit US-amerikanischer Herkunft.  Foto: ---

Einige dänische Supermarktketten kennzeichnen neuerdings europäischer Produzenten mit einem Stern, auch um ein Zeichen gegen die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump zu setzen. Die neuen Zölle, die Trump am 2. April für Länder weltweit verhängt hat, befeuern den globalen Handelsstreit. Auch in Europa könnten US-amerikanische Produkte durch Gegenzölle bald deutlich teurer werden. 

Europa will Gegenmaßnahmen starten als Antwort auf die 20 Prozent auf EU-Importe in die USA. Dabei gibt es verschiedene Optionen, wie die EU reagieren kann. Und auch ein Teil der Bevölkerung ist bereit, sich gegen die Politik von Trump aufzulehnen. Eine Umfrage hat bereits Ende März ergeben, dass die Mehrheit bei einem Zollstreit US-Produkte boykottieren will.  Doch welche Produkte in Deutschland und auch Firmen sind überhaupt aus den USA? 

Diese beliebten US-amerikanische Produkte gibt es in deutschen Supermärkten

Im Supermarkt gibt es so einige beliebte Lebensmittelprodukte, die aus den USA kommen. Zwingend teurer werden müssen die Produkte durch den Handelsstreit allerdings nicht zwingend – denn einige haben auch Werke in Deutschland oder Europa, wodurch keine Zölle auf das Endprodukt anfallen. 

Diese in Deutschland beliebten Lebensmittelprodukte kommen aus den USA: 

  • Süßigkeiten wie Reeses, Oreos, Mars, Snickers, Twiy, Celebration
  • Chips: Lays, Pringles, Takis
  • Kaugummis: Extra, Airwaves, Wrigleys
  • Getränke: Coca-Cola, Fanta, Sprite, 7up, DrPepper, Pepsi

Bei einer Boykott-Aktion vor der Eskalation im Handelsstreit, sind zuletzt Produkte aus den USA in Supermarktregalen umgedreht worden – sodass auch andere Kunden US-amerikanische Produkte schneller erkennen. 

Durch Zölle auf US-Importe: Diese Produkte könnten teurer werden

Sollte es zu Gegenzöllen durch die EU kommen, dann würden aus den USA importierte Produkte auch in Deutschland teurer werden. Treffen würde das zum Beispiel beliebte Produkte wie Motorräder von Harley Davidson, Whiskey von Jack Daniels und Levis-Jeans. 

Generell trifft es vor allem Produkte wie Jeans, Bourbon-Whiskey, Spielkonsolen, Motorräder, Boote und Erdnussbutter. 

Streaming-Dienste, Social-Media-Plattform und Dienstleister aus den USA 

Der Streaming-Anbieter Netflix und das Allround-Unternehmen Amazon kommen aus den USA. Auch UPS und FedEx sitzen auf der anderen Atlantikseite. 

Auch die beliebtesten Social-Media-Plattformen werden von US-amerikanischen Konzernen geführt. Meta hat seinen Sitz in Kalifornien, zu dem Konzern gehören inzwischen neben Facebook auch Whatsapp, Instagram und Threads. 

Twitter, heute „X“, ist von Elon Musk aufgekauft worden. Musk ist bekannt dafür, Verschwörungstheorien und Hassbotschafen zu verbreiten. Seit Musk zudem als Berater von Trump fungiert, ziehen sich immer mehr Unternehmen auf der Plattform „X“ zurück. Elon Musk ist zudem Mitinhaber von Tesla sowie technischer Leiter von SpaceX. Zuletzt wurden auch immer mehr brennende Tesla-Autos gemeldet.

Trump hat außerdem Interesse an Tiktok, die Social-Media-Plattform wird aktuell noch von dem chinesischen Unternehmen Bytedance betrieben. Demnach könnte TikTok schon bald ebenfalls amerikanisch geführt werden.

Kennzeichnung von europäischen Produkten? Auch in Deutschland denkbar

Der YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge befürworten eine Kennzeichnung von Produkten aus Europa 47 Prozent „voll und ganz“, 30 Prozent „eher“. 11 Prozent lehnen so etwas ab, weitere 12 Prozent machen keine Angabe. YouGov hat 2.055 Menschen ab 18 Jahren in Deutschland befragt. 

Der Geschäftsführer vom Handelsforschungsinstitut IFH Köln, Kai Hudetz, sagt: „Bei vielen Menschen sind Wut und Verunsicherung ein Treiber. Regionalität ist schön länger ein wichtiges Verkaufsargument im Supermarkt. Der Handelsstreit dürfte den Trend verstärken.“

Diese Aufzählung stellt eine Auswahl dar. Alle Angaben ohne Gewähr.

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