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5670 Brutto zum Berufseinstieg? Welche Ausbildung später das meiste Geld bringt

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Dieser Tage starten tausende neue Azubis in ihre Ausbildung. In so manchem Ausbildungsberuf verdient man später mehr als mit einem Studium. Aber welche Branche lohnt sich finanziell am meisten?


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In Deutschland fehlen Fachkräfte, besonders in Ausbildungsberufen. Grund genug für das Institut der deutschen Wirtschaft (IW), sich im Rahmen einer Studie anzuschauen, in welchen Ausbildungsberufen künftige Berufsanfänger am meisten verdienen – und in welchen man mit weniger Gehalt nach Hause geht.

Ausbildung lohnt sich – zum Teil mehr Gehalt als mit Studium

Insgesamt fehlten in den letzten zwölf Monaten rund 532.000 Arbeitskräfte, 57 Prozent davon in Ausbildungsberufen. "Daher ist es wichtig, dass sich mehr junge Menschen für eine Ausbildung entscheiden", schreiben die IW-Autoren Jurek Tiedemann und Dirk Werner. Entscheidend sei für Berufsanfänger aber, welchen Beruf sie wählen. "Denn manche Beschäftigte mit Ausbildung verdienen mehr als Beschäftigte mit Hochschulabschluss."

Um die Zahlen einzuordnen, betrachten die Experten zunächst das Medianeinkommen aller arbeitenden Menschen in Ausbildungsberufen, die Vollzeit arbeiten. Dieses liegt nach Daten der Bundesarbeitsagentur für 2023 bei 3500 Euro im Monat. Der Median gibt die genaue Mitte einer Werteverteilung an, anders als der Durchschnitt, der durch einige wenige sehr hohe Löhne verzerrt werden würde.

5670 Euro für Berufseinsteiger: In welchem Ausbildungsberuf das möglich ist

In einigen Ausbildungsberufen liegt bereits das Einstiegsgehalt deutlich höher, schreiben die Autoren. Deutlich an der Spitze steht die Technische Forschung und Entwicklung, mit einem mittleren Brutto-Einkommen von 5670 Euro. "Diese Fachkräfte sind häufig in der Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen sowie der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen tätig", so die IW-Studie. Auf Platz zwei folgen Berufe in der Luft- und Raumfahrttechnik mit einem Brutto-Medianeinkommen von 5108 Euro, direkt dahinter kommen Fachkräfte für Versicherungs- und Finanzdienstleistungen (5021 Euro).

Weiter geht es in dem Ranking mit der Energie- und Kraftwerkstechnik (4945 Euro), der technischen Produktionsplanung und -steuerung (4940 Euro) sowie der technischen Informatik (4628 Euro). Immer noch gut, aber im Vergleich schlechter bezahlt sind ausgebildete Berufseinsteiger in der Informatik und in der Hüttentechnik, jeweils mit einem mittleren Verdienst von 4237 Euro.

In dieser Branche sind die meisten gut bezahlten Ausbildungsberufe

Gut für die Region Heilbronn-Franken: "Mit elf von 20 Berufen zählen mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Berufe mit dem höchsten Medianentgelt zu Berufen aus dem Metall- und Elektrobereich", halten die Autoren des IW fest. Lediglich drei kaufmännische Berufe seien unter den Top 20. 

Die Zahlen zeigen, "dass der Arbeitsmarkt kein perfekter Markt ist, der die Lohnfindung ausschließlich über Angebot und Nachfrage regelt". So werde in vielen der genannten Berufe überdurchschnittlich gut bezahlt, es fehlen aber trotzdem zehntausende Fachkräfte - wie etwa 14.000 ausgebildete Elektroniker oder Industrieelektroniker in der Automobilindustrie oder der Energieversorgung.

Fachkräfte heranziehen – was Unternehmen dafür tun sollten

Einfach nur höhere Löhne zahlen sei augenscheinlich keine Lösung, so die Autoren. "Vielmehr wird die Attraktivität eines Berufs und des Arbeitgebers von einer Vielzahl von Aspekten beeinflusst." Sie empfehlen außerdem, die Ausbildung bei Schülern bekannter zu machen, ausländische Fachkräfte zu rekrutieren und ältere Menschen länger arbeiten zu lassen.

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