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Würth Modyf steigt beim Wacken Open Air ein – Gummistiefel für Metalheads

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Würth-Tochter Modyf rüstet Teile der Wacken-Crew aus. Herzstück der Partnerschaft ist aber eine Merchandise-Kollektion. Warum Workwear plötzlich perfekt zu Heavy Metal passt.


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Knöcheltief im Schlamm, jeder Schritt ein schweres, schmatzendes Ziehen – und trotzdem ein Grinsen im Gesicht. Das Wacken Open Air war im vergangenen Jahr weniger Festival als vielmehr Ausnahmezustand: Regen, der nicht aufhörte, Wege, die zu zähen Rinnen wurden, Felder, die jeden festen Halt verloren. Mittendrin rund 85.000 Heavy-Metal-Fans, die sich gegenseitig aus dem Matsch zogen – und einfach weiterfeierten.

Die Bilder vom Wacken-Wahnsinn gingen um die Welt, haben auch die Würth-Gruppe in Künzelsau erreicht. Beim Hohenloher Montage- und Befestigungsspezialisten hatten die Festival-Verantwortlichen wegen eines Sponsorings angefragt – und ahnten nicht, dass sie für Würth Modyf noch interessanter sein könnten. „Dort war nicht bekannt, dass Würth auch Anbieter von Workwear ist“, sagt Melanie Röger, Geschäftsführerin von Würth Modyf Deutschland. 

Arbeitskleidung aus dem Hause Würth und Wacken – das passt für die Partner

Die Tochtergesellschaft, einer der führenden Anbieter für Arbeitskleidung und Sicherheitsschuhe, war bisher mehr als Partner kleinerer Veranstaltungen im Sport aktiv. Es gab aber Überlegungen, im Bereich Sponsoring eine andere Richtung einzuschlagen. Da kam der Hinweis von der Konzern-Mutter mit Wacken recht. „Das Gefühl war da gleich: Wacken und Würth Modyf passen noch viel besser zusammen“, sagt Melanie Röger. Das habe sich bereits in den ersten Gesprächen bestätigt. 

2025 verwandelte Dauerregen das Gelände des Wacken Open Air zur Matschgrube. Das hielt die Metalfans aber nicht vom Feiern ab.
2025 verwandelte Dauerregen das Gelände des Wacken Open Air zur Matschgrube. Das hielt die Metalfans aber nicht vom Feiern ab.  Foto: dpa

An diesem Mittwoch gaben das Unternehmen aus Künzelsau und die Festival-Verantwortlichen ihre zunächst auf drei Jahre angelegte Partnerschaft bekannt. Würth Modyf tritt künftig als offizieller Crew-Ausrüster auf, hat zudem mit den Festival-Machern eine Merchandise-Kollektion im Wacken-Branding entwickelt und wird vom 29. Juli bis 1. August aktiv im Festival-Geschehen in Schleswig-Holstein vertreten sein. Aus Sicht der Verantwortlichen auf beiden Seiten ist diese Partnerschaft ein perfektes Match.

Wacken und Würth Modyf: Merchandise-Kollektion mit schwarzem Gummistiefel

„Das Wacken Open Air ist nicht nur ein Festival, es ist ein globales Kulturerlebnis – und wir sind stolz darauf, die Menschen auszustatten, die dieses Event möglich machen“, sagt Geschäftsführerin Melanie Röger. Die Ausstattung von Teilen der Crew – im Hintergrund sind immerhin 15.000 Menschen beim Wacken Open Air aktiv – umfasst 7000 Teile, aufgeteilt auf etwa 15 Produkte. Darunter Warnschutz Parkas – und natürlich Regenjacken. „In Wacken soll ja nicht immer so gutes Wetter sein“, sagt Modyf-Verkaufsleiter Florian Kasten augenzwinkernd.

„In Wacken soll ja nicht immer so gutes Wetter sein.“

Florian Kasten

Herzstück dieser Partnerschaft ist die Merchandise-Kollektion: Sie stelle einen Meilenstein in der Geschichte von Modyf dar, soll Funktionalität und modernes Design von Arbeitskleidung mit der ikonischen Identität von Wacken kombinieren, sagt Florian Kasten. Stolz sind die Hohenloher darauf, dass die Wacken-Macher die Kleidungsstücke aus der bestehenden Kollektion ausgesucht haben. Diese haben dann das gemeinsame Branding erhalten. Würth investiert in die Partnerschaft eine sechsstellige Summe.

Von der Icon League zum weltbekannten Festival – eine ganz neue Dimension 

In der Merchandise-Kollektion fehlte ursprünglich nur ein passender Gummistiefel. Aber auch den gibt es inzwischen. Natürlich ganz in schwarz gehalten und mit dem gemeinsamen Wappen versehen – falls das Gelände wieder zur Matschgrube wird. „Wir sind auf jeden Fall für Regen gewappnet“, sagt Melanie Röger.

Mit dieser Fotomontage gaben das Wacken Open Air und Würth Modyf am Mittwoch ihre Partnerschaft bekannt.
Mit dieser Fotomontage gaben das Wacken Open Air und Würth Modyf am Mittwoch ihre Partnerschaft bekannt.  Foto: Würth Modyf

Die Partner eint die Hoffnung, dass die gemeinsame Kollektion bei den Festival-Gängern breiten Anklang findet. Wacken-Gründer Thomas Jensen lobt den Partner jedenfalls für das hohe „Verständnis für die Identität unseres Festivals und der Community“.

Die Würth Modyf, die 400 Mitarbeiter in sechs Ländern beschäftigt, stößt mit der Wacken-Partnerschaft in eine neue Dimension vor. Zuletzt hatte das Unternehmen ein Team in der Icon League von Toni Kroos gesponsort,  ein Hallenfußball-Format, das sich von klassischen Fußballregeln abheben soll. „Jetzt direkt ein Festival: Diese Größe ist schon eine Wucht“, sagt Melanie Röger. Bis Ende Juli wartet auf die Geschäftsführerin und ihr Team jede Menge Arbeit. Röger wird beim Festival live vor Ort sein, um sich auch mit Kunden zu treffen. Egal, wie das Wetter wird.

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