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Bad Mergentheim

Würth Industry Service behauptet sich in schwierigem Umfeld

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Der Kleinteilespezialist im Würth-Konzern hält den Umsatz 2025 nahezu stabil. Der Ausblick von Würth Industry Service für das laufende Jahr fällt eher verhalten aus.


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Die Würth-Tochter Würth Industrie Service hat sich im vergangenen Jahr in einem herausfordernden Umfeld gut behauptet. Das Unternehmen mit Sitz in Bad Mergentheim hat 2025 einen Umsatz in Höhe von rund 719 Millionen Euro erwirtschaftet. Das ist im Vorjahresvergleich ein leichtes Minus von 1,6 Prozent. Die Mitarbeiterzahl blieb mit mehr als 1800 stabil.

Würth Industry Service ist innerhalb der Würth-Gruppe für die Belieferung der Industriebranche mit sogenannten C-Teilen zuständig – darunter versteht man Kleinteile mit geringem Wert wie etwa Schrauben, Muttern, Dichtungen, Verbindungs- und Befestigungstechnik, Werkzeuge sowie chemisch-technische Produkte und Arbeitsschutz.

Würth Industrie Service: Im weltweiten Netzwerk Winwork gab es einen deutlichen Umsatzrückgang

Würth Industry Service Deutschland ist Teil des internationalen Würth Industrial Network (Winwork), das die auf Industriebedarfe spezialisierten Gesellschaften innerhalb der Würth-Gruppe bündelt. Winwork hat im vergangenen Jahr einen weltweiten Umsatz in Höhe von rund 1,8 Milliarden Euro erwirtschaftet, das sind 18 Prozent weniger als im Jahr 2024. Die Mitarbeiterzahl sank deutlich um 15 Prozent von 6700 auf rund 5700.

„2025 war ein Jahr, in dem Planbarkeit zur knappen Ressource wurde – und Vertrauen in funktionierende Partnerschaften umso entscheidender“, sagt Martin Jauss, Geschäftsführer von Würth Industrie Service. Besonders Europa mit stark exportorientierten Industrieunternehmen habe das Spannungsfeld steigender sicherheitspolitischer Anforderungen und einer weiterhin gedämpften Industrieproduktion zu spüren bekommen. Diese äußeren Belastungen hätten das Beschaffungsverhalten der Kunden von Würth Industry Service geprägt, teilt das Unternehmen mit, „Viele Unternehmen agierten zurückhaltender, steuerten Beschaffungen kurzfristiger und hielten Investitionen zurück“, heißt es aus Bad Mergentheim.

Würth Industry Service hat mit schwankenden Bedarfen seiner Kunden zu kämpfen

In der Versorgung mit C-Teilen habe dies zu stark schwankenden Bedarfen geführt, die sich unmittelbar im Umsatzverlauf niederschlugen. Parallel habe die veränderte Risikolage höhere Transparenz, Effizienz und Resilienz entlang der Lieferkette verlangt, teilt das Unternehmen mit. „Unsere Aufgabe bestand darin, Stabilität zu schaffen, wo der Markt Unsicherheiten erzeugte“, sagt Jauss. „Dass wir diese Rolle verlässlich ausfüllen konnten, ist das Ergebnis klarer Strukturen, moderner Technologien und des Engagements unserer Mitarbeitenden weltweit.“

Seit der Gründung im Jahr 1999 hat Würth Industry Service am Standort Bad Mergentheim mehr als 520 Millionen Euro investiert. Auf einer Logistikfläche von 70.000 Quadratmetern verfügt das Unternehmen über rund 700.000 Lagerplätze, darunter 235.000 Palettenstellplätze im Hochregallager sowie zwei Shuttlelager mit jeweils rund 200.000 Stellplätzen. Das C-Teile-Portfolio von Würth Industry Service umfasst mehr als1,4 Millionen Artikel.

Die Versorgung der mehr als 20.000 Industriekunden bleibt das Ziel von Würth Industry Service

Der Ausblick für das laufende Jahr fällt angesichts des weiterhin anspruchsvollen industriellen Umfelds und der anhaltenden geopolitischen Krisen verhalten zuversichtlich aus. „Die Entwicklungen der vergangenen Monate lassen erkennen, dass eingeleitete Maßnahmen zur Stabilisierung und Weiterentwicklung greifen und eine belastbare Ausgangsposition für das kommende Jahr schaffen“, teilt Würth Industry Service mit.

Maßstab des Handelns bleibe die zuverlässige Versorgung der mehr als 20.000 Industriekunden europaweit. Zudem habe man mit der Erweiterung der Geschäftsführung durch Vertriebsgeschäftsführer Alexandros Mikros die Kundenorientierung, die Marktpräsenz und das nachhaltige Wachstum gestärkt, teilt das Unternehmen mit.

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