Unilever schließt Heilbronner Forschungsstelle
Unilever schließt das Knorr-Entwicklungszentrum in Heilbronn. Die rund 220 Mitarbeiter sollen künftig in Holland arbeiten, wo ein zentrales Entwicklungszentrum aufgebaut werden soll.

Der Lebensmittelkonzern Unilever schließt sein Forschungszentrum in Heilbronn.
Der Bereich mit derzeit 220 Mitarbeitern werde in die Niederlande verlagert, wo im Frühjahr 2019 ein Zentrum für Forschungs- und Entwicklung (F&E) öffnen werde, sagte ein Sprecher am Donnerstag. „Das ist kein Stellenabbau, sondern eine Verlagerung und Bündelung der Kompetenz.“
Auch zwei andere F&E-Standorte für den Unilever-Lebensmittelbereich in Polen und im niederländischen Vlaardingen würden geschlossen. Der neue Standort Wageningen sei generell ein Zentrum für die Lebensmittel-Forschung, weil dort eine spezialisierte Universität sei und sich zahlreiche Start-ups angesiedelt hätten.
Der Unilever-Standort in Heilbronn schrumpft durch die Verlagerung auf etwa 1000 Beschäftigte - die Produktion von Knorr-Produkten und Waren für den Gastronomiebedarf soll dort erhalten bleiben. Die Heilbronner Forschungsmitarbeiter bekämen Angebote, ihre Arbeit in den Niederlanden fortzusetzen, sagte der Firmensprecher.
Kritik
Kritik kam von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), die den Schritt eine „Fehlentscheidung“ nannte. Dies berge „erhebliche Risiken für die Zukunftsfähigkeit des Standortes [Heilbronn], da Forschung und Entwicklung eng mit der Produktion verbunden sein müssen“, sagte NGG-Landeschef Uwe Hildebrandt.
Unilever ist ein britisch-niederländischer Konzern mit weltweit 163.000 Mitarbeitern. Zum Portfolio gehören Produkte wie die Eismarke Langnese und die Margarine Rama. lsw/red
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