Lidl und Kaufland übernehmen Tarifabschluss – Gehälter steigen rückwirkend
Viel ändert sich durch den Tarifabschluss im baden-württembergischen Einzelhandel nicht für die Beschäftigten bei Lidl und Kaufland. Ein lukrativer Bestandteil kommt nun aber hinzu.

Nachdem sie im September und April bei den Tariferhöhungen vorgeprescht waren, reihen sich Lidl und Kaufland nun wieder in die Vorgaben des Tarifabschlusses ein: "Als tarifgebundene Unternehmen setzen Lidl und Kaufland die in den Tarifverhandlungen getroffenen Vereinbarungen in Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg inklusive der Zahlung der Inflationsausgleichsprämie um", teilte ein Sprecher der Schwarz-Gruppe mit.
"Wir gehen davon aus, dass in den kommenden Wochen auch in den weiteren Tarifregionen in Deutschland, in denen eine Einigung noch aussteht, Tarifabschlüsse analog den bereits erreichten Vereinbarungen erzielt werden. Auch dort setzen wir diese nach erfolgreichem Abschluss entsprechend um."
Lidl und Kaufland übernehmen Tarifabschluss: Eine dritte Erhöhung folgt noch
Wie unter anderem schon von Lidl und Kaufland vorgenommen, steigen die Gehälter der Beschäftigten im Einzelhandel laut den jeweiligen Abschlüssen in den Ländern rückwirkend zum 1. September 2023 um 5,3 und zum 1. April 2024 4,7 Prozent. Eine weitere Erhöhung im dritten Tarifjahr beinhaltet zunächst einen Festbetrag von 40 Euro und dann ein Plus von weiteren 1,8 Prozent.
Lidl und Kaufland hatten allerdings bislang noch keine erneute Inflationsausgleichsprämie ausgezahlt. Nun werden 1000 Euro ausgeschüttet. Bei Lidl gab es aber zum Ende des Jubiläumsjahres 2023 eine entsprechende Prämie von 500 Euro. Ende 2022 gab es für alle Beschäftigte der Schwarz-Gruppe schon einmal 250 Euro.
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