"Fensterpapst" Eugen Seitz ist tot
Der Unternehmer prägte mit seinen Erfindungen die Reisemobilbranche. Zuletzt stiftete er zwei Millionen Euro für das Bürgerhaus in Krautheim. Nun ist er überraschend gestorben.

Im Alter von 76 Jahren verstarb vergangene Woche überraschend der Unternehmer Eugen Seitz. Der Inhaber mehrerer Firmen in der Freizeitfahrzeugbranche war in der Region auch als Förderer im sozialen und kulturellen Bereich bekannt.
Das Hebe-Kipp-Dach findet sich heute auf fast jedem Caravan
Als Erfinder hat Eugen Seitz die Freizeitmobilbranche maßgeblich weiterentwickelt. Neben den Größen der Branche wie Erwin Hymer und Kurt Kober (AL-KO) prägte Seitz die Welt des mobilen Reisens.
Die nach ihm benannten Seitz-Fenster, das HEKI (Hebe-Kippdach-Fenster) und Tikro (kompaktes Reisemobil) sind in der Caravanbranche seit Jahrzehnten nicht mehr wegzudenken, weshalb er auch "Fensterpapst" genannt wurde. Die innovativen Produkte der Firmen von Seitz haben sich weltweit millionenfach verkauft.
Großzüigiger Förderer
Aus dem Ein-Mann-Unternehmen entwickelte sich die weltweit tätige Seitz-Firmengruppe mit weit über 400 Mitarbeitern in Kleinaspach, Krautheim und Tidaholm (Schweden).
In der Region wurde Seitz darüber hinaus als großzügiger Förderer bekannt. So stiftete die Unternehmerfamilie 2016 zwei Millionen Euro für den Neubau des Bürgerhauses in Krautheim, das seither den Namen "Eugen-Seitz-Bürgerhaus" trägt. Für seine herausragenden Verdienste um die Wirtschaft wurde er vom Land Baden-Württemberg ausgezeichnet.
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