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Audi setzt mehr denn je auf Luxus

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Audi will künftig mit Luxusautos mehr Geld verdienen und kleinere Modelle auslaufen lassen. Dafür soll es mehr Modelle für die Oberklasse geben. Das Elektro-Projekt Artemis startet wie geplant 2025. Das Flaggschiff aus der Region fährt künftig auch elektrisch.

Seit 2018 ist die zweite Generation des Kleinwagens A1 auf dem Markt. Er wird keinen Nachfolger erhalten. Audi will stattdessen sein Produktportfolio weiter nach oben ausbauen. Das gilt insbesondere für elektrische Modelle.
Seit 2018 ist die zweite Generation des Kleinwagens A1 auf dem Markt. Er wird keinen Nachfolger erhalten. Audi will stattdessen sein Produktportfolio weiter nach oben ausbauen. Das gilt insbesondere für elektrische Modelle.  Foto: Audi

Seit 2010 bildet der Kleinwagen A1 den Einstieg in die Welt von Audi, seit 2018 ist Generation zwei im Handel. Doch in den nächsten Jahren wird der Autobauer die Modellreihe auslaufen lassen. Das gleiche Schicksal ereilt den Q2, derzeit der Einstieg ins SUV-Segment der Marke. Der Sportwagen TT wird ebenfalls aussortiert. Der Konzern habe die Rolle der Marken neu definiert, so Markus Duesmann.

"Auch Audi als Premiummarke haben wir neu ausgerichtet. Wir werden unsere Modellpalette nach unten begrenzen und nach oben erweitern", sagte Audis Vorstandschef dem "Handelsblatt".


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Kleine Modelle werfen zu wenig Gewinn ab

Bei kleineren Fahrzeugen wie dem A1 und dem Q2 ist der Gewinn pro Fahrzeug im Vergleich zu Modellen wie A6, A7 und A8 ohnehin deutlich niedriger. Dieser Umstand wird sich mit der Elektrifizierung weiter verschärfen. Daher baut Audi wie seine Konkurrenten BMW und Mercedes die Modellpalette künftig nach oben aus. Dazu gehört das erste autonom fahrende Elektroauto von Audi (Projektname Artemis), das 2025 in Serie gehen wird. Bei diesem Auto handelt es sich um ein sogenanntes Crossover-Modell, eine Mischung aus SUV und Coupé. "Danach wird es aber sicher noch weitere Modelle auf der Plattform geben, auch Varianten bei Bentley und Porsche.", so Duesmann.

Topmodell A8 soll elektrischen Nachfolger erhalten

Gegen 2026 bringt Audi nach Informationen der Heilbronner Stimme den rein elektrischen Nachfolger des A8 auf den Markt. Der intern E8 genannte Wagen soll wieder eine klassische Limousine werden. Erstes elektrisches Volumenmodell in der Oberklasse am Standort Neckarsulm wird 2030/2031 die zweite Generation des A6 E-Tron als Limousine und Kombi namens Avant.

SUV-Angebot wird deutlich ausgeweitet

Zudem baut Audi sein Angebot im stark wachsenden SUV-Segment in den kommenden Jahren deutlich aus. In diesem Jahr erhalten der vollelektrische E-Tron sowie der E-Tron Sportback eine optische und technische Überarbeitung. Dann erfolgt auch ein Wechsel des Namens in Q8 E-Tron. Die komplett neue Generation ist dann für 2026 geplant und wird wie bisher in Brüssel vom Band rollen. In der zweiten Jahreshälfte 2022 folgt mit dem Q6 E-Tron ein weiteres Elektro-SUV, das erstmals auf der neuen Plattform PPE (Premium Platform Electric) basiert, die Audi gemeinsam mit Porsche entwickelt.


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Nach Q7 und Q8 soll der Q9 kommen

Darüber hinaus plant der Hersteller wohl ein neues Topmodell, das über Q7 und Q8 angesiedelt sein soll. Ob der Wagen, wie oft vermutet, Q9 heißen wird, wenn er 2023 startet, ist noch nicht bestätigt. Zumindest werden derzeit immer wieder stark getarnte Prototypen gesichtet, die deutlich zeigen, dass das neue Modell noch einmal größere Ausmaße als Q7 und Q8 hat.

Für 2030 sind drei Millionen Autos jährlich angepeilt

Bis zum Anfang des nächsten Jahrzehnts hat sich Audi ambitionierte Zeile gesetzt. 2030 will das Unternehmen drei Millionen Fahrzeuge jährlich absetzen. 2021 lag der Absatz bei 1,68 Millionen Einheiten. Zudem strebt der Autobauer eine Umsatzrendite von mehr als elf Prozent an. Dazu sollen vor allem ertragsreichere Modelle ihren Beitrag leisten, aber auch Einsparungen durch Synergien im VW-Konzern.

 

 

 

 

 

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